Lokalsport

Keine Rekorde im Rübholz

Die zwölfte Auflage des Ötlinger Dreikönigslaufs ist ohne neue Bestmarken zu Ende gegangen: Dabei wurden sowohl Strecken- als auch Teilnehmerrekord nur knapp verpasst. Von 260 Teilnehmern war Markus Ruopp vom SV Ohmenhausen in 33,13 Minuten der Schnellste.

PETER EIDEMÜLLER

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KIRCHHEIM Das Ötlinger Rübholz scheint für den 29-jährigen Markus Ruopp ein gutes Pflaster zu sein. Nach 2005 konnte sich der Langstreckenläufer des SV Ohmenhausen bereits zum zweiten Mal über den Sieg beim Dreikönigslauf des TSV Ötlingen freuen. "Es macht Spaß, hier zu laufen", verriet Ruopp nach der Siegerehrung in der Mörikehalle. "Wir kommen jedes Jahr meist zu fünft her. Das ist schon Tradition."

So wie dem Sieger, der den Streckenrekord aus dem Jahr 1998 (32,59 Minuten) nur um 14 Sekunden verpasste, geht es inzwischen vielen Läufern, die sich Jahr für Jahr aus nah und fern Richtung Rübholz aufmachen. Folge: Ob der steigenden Beliebtheit herrschte auch heuer bereits lange vor Laufbeginn Parkplatzmangel rund um die Mörikehalle, wo die Startnummern ausgegeben wurden und Kurzentschlossene sich nachmelden konnten.

Schlussendlich waren es 260 Teilnehmer, die die zwei Mal fünf Kilometer lange Schleife entlang der Autobahn und durch die Ötlinger Wälder unter die Sohlen nahmen. Damit wurde der Teilnehmerrekord aus dem Jahr 2005 (281) nur knapp verpasst. Etwas deutlicher verpasst wurde jedoch der Streckenrekord bei den Frauen. Die Siegerin, Ute Philippi aus Aichelberg, war mit ihren dennoch respektablen 39,56 Minuten deutlich langsamer als Susanne Niemeyer (37,44) im Jahr 1996.

Die Motivation, an den Start zu gehen, war indes so unterschiedlich wie das gesamte Teilnehmerfeld. Profis wie Sieger Markus Ruopp ("Das ist für mich eine gute Tempoeinheit auf dem Weg zum ersten Frühjahrsmarathon") nutzen die Hatz durchs Rübholz zum Training unter Wettkampfbedingungen. Fortgeschrittene Läufer wie Jutta Krehl wollten ihre Vorjahreszeit unterbieten. "Ich war rund zweieinhalb Minuten schneller als letztes Mal", freute sich die Leiterin des Kirchheimer Lauftreffs im Ziel. Und wieder andere wollten einfach nur unter der ominösen Marke von einer Stunde bleiben oder nicht überrundet werden.

Die Strecke präsentierte sich der Läuferschar nach einigen frühmorgendlichen Regengüssen stellenweise rutschig, vor allem in den Kurven. Ansonsten herrschten optimale Bedingungen. Kurz vor dem Start wagte sich sogar die Sonne hinter den Wolken hervor und bescherte Aktiven wie Zuschauern angenehme Temperaturen. Nicht minder angenehm gestaltete sich der Arbeitseinsatz für das Rote Kreuz, das mit vier Fahrzeugen rund um die Strecke vergeblich auf einen Einsatz wartete: Bis auf die Versorgung eines jungen Läufers, der kurz nach dem Start gestürzt war, hatten die Sanitäter nichts zu tun. Dennoch war DRK-Einsatzleiterin Susanne Preu über die Fitness einiger Läufer erstaunt: "Das gibt's ja nicht, wie erschöpft manche aussehen." Ankommen ist eben Ehrensache.