Lokalsport

Keine Sternstunde in Sindelfingen

Das tat weh: Mit einer gehörigen Packung sind Owens Handballer vom Gastspiel beim VfL Sindelfingen heimgekehrt. Beim 30:42 (15:21) hatten die bereits abgestiegenen Owener vor allem im zweiten Durchgang nicht den Hauch einer Chance.

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Sindelfingen. Den Abstieg macht man unter der Teck vor allem an den vielen knappen Niederlagen in dieser Saison fest. Was der TSV am Sonntag in Sindelfingen erlebte, fiel diesmal nicht in diese Kategorie. Im zweiten Durchgang war zwischen beiden Mannschaften ein Klassenunterschied auszumachen. Zu wenig hatte Owen den körperlich überlegenen Gastgebern entgegenzusetzen. Vor allem, wenn der VfL aufs Tempo drückte, brannte es beim TSV lichterloh.

Bis zum 6:4 konnte Owen beim munteren Scheibenschießen in der Anfangsphase mithalten und dabei sogar vorlegen. Die Gäste hatten in dieser Phase den VfL-Angriff gut im Griff. Doch dann drehte der Tabellenfünfte auf. Sindelfingens brandgefährlicher Kreisläufer Dennis Hoff­mann brachte seine Farben beim 7:8 erstmals in Führung. Auf Owener Seite überzeugte in dieser Phase Sebastian Martin mit unbändigem Zug zum Tor. Sein Treffer zum 12:12 war der letztmalige Ausgleich. Dann ging es einige Male ganz schnell. Ballverluste des TSV – Gegenstoßtreffer durch den VfL. Nach 20 ausgeglichenen Minuten wurde Owen zum Ende der ersten Halbzeit eiskalt ausgekontert. Bis zum Seitenwechsel vergrößerte sich der Rückstand auf 15:21.

Zum Wiederanpfiff brachte Owen mit Matthias Büchele eine frische Kraft, doch Sindelfingen bestrafte weiterhin jeden Fehler gnadenlos und konnte den Vorsprung ohne großen Aufwand verwalten. Beim 20:25 hatte Owen das letzte Mal den Anschluss vor Augen. Dann folgte ein Zwischenspurt zum vorentscheidenden 21:31 in der 44. Minute. Im Angriff fehlten den Gästen die Mittel, um die groß gewachsene VfL-Abwehr in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Immerhin konnte Steffen Klett mit seinen Toren immer wieder Nadelstiche setzen und so ein noch größeres Debakel verhindern.

Der TSV Owen kann das spielfreie Osterwochenende nun nutzen, um die zahlreichen Blessuren auszukurieren und mit neuer Kraft in die letzten drei Spiele zu gehen. Am 10. April kommt als nächster Gegner die HSG Schönbuch in die Teckhalle. br

TSV Owen: Raichle, Reckziegel – Büchele (3), Dunkel (2), Hanssen, B. Klett (3), D. Klett, S. Klett (7/2), Jörn Lehmann (3), Jannik Lehmann (3/1), J. Martin, S. Martin (4), Meissner (2), Schmid (3).

VfL Sindelfingen: Weihing, Zimmermann – Schach (7), Bätz (7/4), Auer (5), Weihing (4), Büngle (4), Hoffmann (5), Maurer (6), Guse (2), Gehringer, Seemann (2), Zeise