Lokalsport

Keine Überraschung gegen TSB Gmünd

Die Überraschung blieb aus: In der Handball-Verbandsliga verlor die SG Lenningen am Samstag ihr Heimspiel gegen den aufstiegsambitionierten TSB Schwäbisch Gmünd 29:21 (8:10).

LENNINGEN Nur bis zur 37. Minute konnte die SGL mithalten. Da hatte Christoph Wiesinger per Konter den 13:15-Anschlusstreffer geworfen. TSB-Torhüter Falk Zeman war stinksauer und machte seine Vorderleute rund. Mit Erfolg. Innerhalb von sechs Minuten zog Gmünd dann auf 20:13 (43.) davon und sorgte somit für eine Vorentscheidung.

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Die erste Halbzeit war geprägt von starken Abwehrreihen. Aus Gmünder Nachlässigkeiten hätte Lenningen mehr Kapital schlagen müssen. Drei gute Möglichkeiten beim schnellen Gegenstoß wurden vergeben. Und vorne, wenn die SG das Spiel machen musste, verpuffte es in der Breite. Lenningen fand nicht den Schlüssel, den 6:0-Abwehrriegel des TSB zu knacken. Von acht SG-Gegentoren in der ersten Hälfte, waren nicht weniger als sechs Kontertreffer.

Dabei waren die Trainings-Minimalisten Christoph Wiesinger und Jochen Leitner auf SGL-Seite einmal mehr die Topscorer. Beide können studien- bzw. berufsbedingt nur einmal in der Woche mit der Mannschaft trainieren. Dass die SG-Abwehr nur zehn Gegentore in der ersten Hälfte zuließ, war auch ein großer Verdienst von Jochen Renz. Der SG-Abwehrchef hielt die Mitte frei, ließ die gefährlichen Rückraumwerfer des TSB kaum zum Zug kommen. Da hatte die Kölle-Sieben nur Erfolg über die Halb- und Außenpositionen. Michael Hieber und Benjamin Göth nutzten die SG-Schwachstellen konsequent. Junioren-Nationalspieler Kai Häfner scheiterte bei mehreren, aussichtsreichen Wurfpositionen an Sven Lamparter.

Lenningen hatte im Angriff keinen Stabilisierungsfaktor. Die Fehlerquote war zu hoch, weshalb die Gäste zu leichten Toren kamen. Markus Schlenk, zuständig für die Statistik, wird wohl seinem Chef Holger Kiedaisch eine entsprechende Mängelliste vorlegen. Während Lenningen in der zweiten Hälfte weiter mit begrenzten Angriffsmöglichkeiten den Erfolg suchte, setzte der TSB sein abgezocktes Spiel durch: viel Bewegung ohne Ball und Druck in die Tiefe mit erfolgreichem Abschluss. Vier Kontertore nach dem 13:15 ließen die SG fast resignieren: "Als in dieser Phase die Köpfe nach unten gingen, wusste ich, dass wir das Spiel nicht mehr drehen konnten," sagte Kiedaisch nach der Partie.

Ab der 43. Minute startete Gmünd geradezu durch. Mit einstudierten Spielzügen setzten sie die SG-Abwehr unter Druck und vor allem Kai Häfner, der Stunden zuvor mit Christian Tobias noch ein Jugendspiel in Wernau hatte, kam immer besser zur Geltung. Stark die Gäste, auch bei den Eins-gegen-Eins-Standards. Jochen Renz und Sven Lamparter konnten gerade noch Paroli bieten. Den Gästen gelang nun einfach alles. So beim 25:15, als Benjamin Göth zum Kempa-Trick einschwebte. Bei den wenigen Chancen, die sich der SG ab und zu eröffneten, fehlte letztendlich die Übersicht. Zu lange Ballpassagen in der Mitte trotz freigelaufener Außenspieler verhinderten einfache Tore. Erst gegen Spielende gelang es Lenningen, das Ergebnis noch etwas zu schönen. Den bereits ungeduldigen SG-Fans sei ins Stammbuch geschrieben, dass Kiedaisch erst am Anfang steht und noch viel Arbeit vor sich hat.

Der SG den Rücken gekehrt hat unterdessen Christoph Baumann. Nach längerer Verletzung sucht er nun bei seinem letzten Verein TV Neuhausen/E. die sportliche Weiterentwicklung.

döl

SG Lenningen: S. Lamparter, Born C. Wiesinger (8), Leitner (5), Brugger (2), Kirschmann (2), J. Wiesinger (2), Renz (1/1), Segeritz (1), Braunwarth, Kazmaier, J. Lamparter, Schwohl.Zuschauer: 350Schiedsrichter: Faiß/Lebauf (Mosbach/Biberach)