Lokalsport

Keine verfrühten Ostergeschenke

Zum Saisonabschluss muss Handball-Verbandsligist SG Lenningen nochmals fleißig Kräfte mobilisieren: Heute ist der Tabellendritte TG Nürtingen zu Gast, und zum Saison-Kehraus muss das Täles-Team zum Spitzenreiter TSV Wolfschlugen.

LENNINGEN Sowohl die TGN (27:13) als auch die "Wölfe" (29:11) liefern sich derzeit mit der SG Lauterstein (28:12) ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Sachen Meisterschaft. In jedem Fall werden zwei Verbandsliga-Clubs aufsteigen. Es kursieren freilich auch Gerüchte, dass der Drittplatzierte noch Relegationsspiele bestreiten kann. Die Fronten vor dem Derby der an drittletzter Stelle platzierten SGL gegen die TGN sind klar gezogen: Mit Nürtingen trifft der stärkste Ligaangriff (651 Tore) auf den schwächsten (531).

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Das leichte Lenninger Abwehrplus in der Statistik (553 Gegentore gegenüber 586) wird den Gegner wohl kaum abschrecken und den TG-Sturmlauf nicht bremsen. So muss sich die SG gegenüber dem Bezirkspokal-Halbfinale gegen das Team Esslingen (19:28) gehörig steigern. Erschwerend kommt hinzu, dass die Verletzten Marc Segeritz und Steffen Kazmaier heute und auch in Wolf-schlugen ausfallen.

Ein Fragezeichen steht hinter Christoph Wiesinger, den Schulterprobleme plagen. Dafür gibt Volker Schwohl nach achtwöchiger Verletzungspause sein Comeback. Heute Abend (ab 20 Uhr, Sporthalle Lenningen) sind die Vorzeichen ganz anders als im Vorrundenspiel, in dem die SG eine Handball-Gala ablieferte und 29:22 gewann. Als klarer Favorit geht dieses Mal Nürtingen ins Spiel. Die TG wird in Bestbesetzung antreten also auch mit Jochen Blum, der im Bezirkspokal noch pausiert hatte. Blum wird 2006/07 übrigens als Spielertrainer beim Landesligisten Holzhausen/Uhingen auflaufen.

Die Lenninger Gäste haben in der Rückrunde noch kein Spiel verloren. Der Pokalfinalniederlage gegen das Team Esslingen (26:30) kann Mannschaftssprecher Roland Dotschkal sogar Positives abgewinnen: "Ich hoffe, dass dies für die Esslinger eine Motivationspille fürs Spiel gegen Lauterstein ist". Ganz so wehrlos wie im Pokalhalbfinale wollen die Lenninger diesmal nicht auftreten. "Wir wollen noch keine Ostergeschenke verteilen", sagt Trainer Bruno Rieke.

Außerhalb des Spielfelds ist das anders. Traditionell wird es am letzten Saisonheimspieltag kleine Preise geben, und für die "dritte Halbzeit" hält die Lenninger "Erste" ein Bonbon bereit: Im Unterlenninger "Rad" geht die Party ab.

döl

SG Lenningen: S. Lamparter, Tombrägel Austen, Baumann, Braunwarth, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Stief, C. Wiesinger, J. Wiesinger.