Lokalsport

Keine Zeit für Nostalgie

Am siebten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga steht das Lokalderby zwischen dem TSV Weilheim und der SGEH im Mittelpunkt des Interesses. Dabei gibt es für den Weilheimer Co-Trainer Danell Stumpe ein Wiedersehen mit seinem alten Verein. Der TSV Jesingen will seinen Aufwärtstrend im Heimspiel gegen den FTSV Kuchen weiter fortsetzen.

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KLAUS-DIETER LEIB

Weilheim. Sieben Jahre lang war Danell Stumpe bei der SGEH tätig: erst als Spieler, dann als Trainer. Für den 34-jährigen Weilheimer Cotrainer ist die Partie gegen seinen Ex-Club deshalb ein besonders Spiel: „Kontakt habe ich immer noch.“ Doch Gefühle zählen am Sonntag nicht im Derby, und Stumpe will unbedingt gewinnen. Falls es nicht dazu kommt, könnte er „mit einem Unentschieden gerade noch leben.“ Beim Neuling fehlt Pascal Hartmann, der im letzten Spiel wegen eines unerlaubten Handspiels die Rote Karte sah – für Hartmann („ich rechne fest damit, dass er nur für ein Spiel gesperrt wird“) ein Witz. Persönlich denkt der ehemalige Landesligaspieler trotz fortgeschrittenen Alters noch nicht ans Aufhören: „Eine Saison hänge ich noch dran.“ Anschließend will Stumpe nur noch als Trainer weiterarbeiten.

Bei der SGEH herrscht nach neun Punkten aus drei Spielen (18:2 Tore) derzeit eitel Sonnenschein. Mit einem weiteren Sieg winkt jetzt sogar der Sprung an die Tabellenspitze, sofern sowohl Spitzenreiter FV 09 Nürtingen (im Schlagerspiel beim Tabellenvierten VfB Reichenbach) als auch der Tabellenzweite TSV Deizisau (Heimspiel gegen die TSuGV Großbettlingen) über Punkteteilungen nicht hinaus kommen. Obwohl nur noch acht Spieler von der letzten Saison im Kader sind, ist es SGEH-Trainer Francisco Vaz gelungen, in kürzester Zeit ein schlagkräftiges Teams zu formen. Ein Grund für den Höhenflug sieht Abteilungsleiter Frank Zintgraf im neuen Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Mannschaft: „In der letzten Saison hatten wir vielleicht die besseren Einzelspieler, jetzt präsentieren wir uns als Mannschaft.“ Nach anfänglichen Schwierigkeiten (0:2 gegen Kuchen, 0:4 beim FV Nürtingen) und dem zwischenzeitlichen Absacken auf den vorletzten Tabellenplatz hat sich die Elf von der Berghalbinsel gefangen und steht mittlerweile auf Platz drei. Hinten hält Torwart-Neuzugang Martin Habram (TSV Notzingen) derzeit alles, was zu halten ist – mal sehen, ob übermorgen auch in Weilheim.

Nach dem 0:6-Debakel bei der SGEH und dem überraschenden Ausscheiden im Bezirkspokal in Notzingen hat sich der TSV Jesingen wieder gefangen. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wie sie diese beiden Rückschläge weggesteckt hat“, sagt Trainer Viktor Oster. Ein weiterer Grund für den Aufwärtstrend ist die kleiner gewordene Verletzungsliste sowie die Tatsache, dass Spieler mit Trainingsrückstand langsam wieder topfit werden. Allen voran Max Pradler, dem in den letzten beiden Spielen drei Tore gelangen und der den verletzten Gabriel Andrijevic glänzend vertritt. „Max hat seine Chance genutzt, sich in die Stammformation zu spielen“, sagt Oster über den 19-Jährigen. Nun will der Jesinger Übungsleiter einen Dreier gegen den FTSV Kuchen und den Anschluss an die führenden Teams wieder herstellen.

Nach zwei deftigen Heimniederlagen (1:6 SGEH, 0:7 TSV Köngen) will der Tabellenletzte TSV Grafenberg im dritten Heimspiel in Folge gegen den FV Neuhausen endlich wieder punkten. Nach nur drei Punkten aus den letzten drei Spiele zählt für den SC Geislingen gegen den TSV Köngen nur ein Sieg.

In weiteren Begegnungen stehen sich der TV Unterboihingen und TSV Neckartailfingen sowie der VfB Oberesslingen/Zell und TSV Grötzingen gegenüber.