Lokalsport

KG reißt Stuttgart aus allen Aufstiegsträumen

Vergangene Woche noch wurde die Ringer-Staffel der KG Kirchheim/Köngen von der Musberger Reserve scheinbar mühelos überrollt. Der Nimbus des Favoritenschrecks schien verloren. Doch Totgesagte leben länger und zudem hat man ja Trainer Wolfgang Brandner, der bei Bedarf in drei Gewichtsklassen kämpfen kann.

KÖNGEN Als Lehrer muss Brandner sich die Woche über in die Psyche der Schüler hineindenken. Das tat er diesmal ganz intensiv bei seinen Mannschaftskollegen und tüftelte an der idealen Aufstellung gegen den KV 95 Stuttgart, um die Schmach gegen Musberg zu tilgen. Wenn bereits die Favoriten Holzgerlingen und Münster/Kaltental gegen seine KG-Ringer den Kürzeren gezogen hatten, dann sollte auch der KV 95 als vierter Aufstiegskandidat zu packen sein.

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Heraus kam eine faustdicke Überraschung, die in Windeseile nach Musberg drang, wo der KSV Holzgerlingen mit 4:19 ebenfalls die letzten Aufstiegschancen begraben musste. Stuttgarts Boss Adolf Rager schnaubte vor Wut und konnte die Niederlage kaum fassen. Er sah Absicht in der hohen KG-Niederlage gegen Musberg, wollte nicht wahrhaben, dass sein Team diesmal selbst von der Rolle und er im Aufstellungspoker unterlegen war. Am Samstag wird man wissen, wer zu den Aufstiegskämpfen darf, denn Tabellenführer Musberg II (20:6) muss unbedingt beim unmittelbaren Verfolger KG Münster/Kaltental (18:8) gewinnen, da der KV 95 (18:8) in Aldingen gegen einen wesentlich leichteren Gegner antritt. Bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich und da hat Stuttgart die Nase vorn.Die Kampffolge: 55 kg/Griechisch-Römisch: die Punkte gingen kampflos an Klaus Kattge, KV 95 (Stand 0:4).120 kg/Freistil: Ein Durchdreher und einmal anwippen reichten Wolfgang Brandner für den 3:0-Punktsieg gegen Steffen Hammel (2:4).60/F: Jörg Schmidberger konterte den ersten Angriff von Vladimir Kusikenov und wuchtete ihn nach 30 Sekunden direkt auf die Schultern (6:4).96/GR: Michael Eisele musste gegen den technisch versierten Andrey Nagorny in die Verlängerung, wo er mit einem Ausheber die Entscheidung zum 4:2-Sieg schafft (8:4).66/GR: Für Frank Kiedaisch war Roman Korolkov trotz tapferer Gegenwehr eine Nummer zu groß, der siegte überlegen 17:2 (8:8).84/F: Clever erkämpfte Jochen Eisele mit Beinangriffen und Kontern seinen 5:2-Sieg gegen Anton Schneider (10:8).74/F: Entscheidend zum Sieg beigetragen hat die Umstellung des nur 63 Kilo schweren, aber sehr kräftigen Timur Togajbaev ins 74er gegen Routinier Eduard Graz. Timur hörte auf jede Anweisung aus der Trainerecke und setzte jeden Griff um: Armdrehschwung, Schlüpfer, Durchdreher, das war ein schwer erkämpfter 5:3-Punktsieg (12:8).74/GR: Alexander Pack konnte nun ganz unbelastet seine Schnelligkeit und die technischen Vorteile gegen Valerij Povalaev zum schwer erkämpften 8:5-Sieg einsetzen (Endstand 14.8).

Die KG-Zweite hatte mangels Ringer im 55er und 60er nur sechs Kämpfe, verlor ohne einen einzigen Erfolg gegen den ASV Schlichten 0:28

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