Lokalsport

Kiedaisch erwartet kämpferische SGL-Truppe

Während der TSV Owen bei der HSG Oberkochen/Königsbronn vor einem schweren Auswärtsspiel steht, bekommt die SG Lenningen heute Abend ein schweres Heimspiel: Gegner TSB Gmünd hat die letzten drei Spiele gewonnen.

OWEN/LENNINGEN Getreu dem Werbeslogan "Nichts ist unmöglich" verfährt die Verbandsliga-Staffel 2. Der Beweis: Schlusslicht SG Schorndorf schlug am Wochenende Tabellenführer TV Plochingen. Dieses Erlebnis hätte auch gern die SG Lenningen beim TSV Owen gehabt. Immerhin, beim 23:22 in der 58. Minute roch es nach einer Überraschung. Dann fehlte es an der Cleverness, doch auch vorher traten einige Unarten auf, die es schleunigst gilt abzustellen. Denn Übereifer und mangelnde Disziplin sind schlechte Spielbegleiter. Da sollte sich die SG besser auf ihre wiederentdeckte Stärken wie Kampfgeist und Siegeswillen konzentrieren. Zudem mahnt Trainer Holger Kiedaisch an: "Wir müssen einfach kontrollierter spielen. Wir hatten durchaus eine Chance Owen zu schlagen." Da dürfte das heutige Spiel gegen den TSB Schwäbisch Gmünd schwieriger werden. Schon in der letzten Saison erwies sich die Remstal-Sieben als sehr spielstark. Nach einem verpatzten Start hat Gmünd an Fahrt aufgenommen und zuletzt 6:0 Punkte eingefahren. Beim Gmünder Sieg gegen Heiningen (34:30) rückten vor allem Torhüter Sebastian Fabian und das Gmünder Jahrhunderttalent Kai Häfner in den Mittelpunkt. Der Junioren-Nationalspieler warf nicht nur neun Tore, sondern war auch Wegbereiter für die Erfolge von Simon und Johannes Frey, die jeweils fünf Mal trafen. Auch Michael Hieber sollte die SG-Abwehr im Fokus behalten. Wenn erst einmal die TSB-Angriffsmaschinerie ins Laufen kommt, ist sie schwer zu stoppen. Immerhin, beim letzten Heimspiel konnte dem erklärten Aufstiegsfavoriten ein 29:29 abgetrotzt werden. Und da setzt auch nochmals Kiedaischs Mahnung an: "Wir müssen über die gesamte Spieldauer eine gute Mannschaftsleistung bringen. Es genügt nicht, wenn ein einzelner Spieler eine Topleistung abliefert". Um wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen, sollten sich Kazmaier und Co. an das Bartenbach-Spiel erinnern. Apropos Kazmaier: Der Mannschaftskapitän ist seit Dienstag stolzer Vater. Mutter Mona, ehemalige Oberligaspielerin bei der SG, brachte einen gesunden Levi zur Welt. Die beste Gratulation der Mannschaft wären zwei Punkte (heute, 20 Uhr, Sporthalle Lenningen) .

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Die Reise auf die Ostalb ist für die Tecksieben eine besondere Herausforderung: Die HSG Oberkochen/Königsbronn ist sozusagen die Mannschaft der Stunde. In den vergangenen Spielen gab es Siege gegen Altenstadt, Steinheim und zuletzt Bartenbach. Derweil will der TSV Owen nach dem Derbysieg über die SG Lenningen an den Aufwärtstrend anknüpfen.

Unter der Woche mussten allerdings Benjamin Kazmaier, Lars Kirchner und Christoph Winkler krankheitsbedingt pausieren. Wer bis zum Sonntag wieder einsatzbereit ist, bleibt abzuwarten. Definitiv nicht dabei ist Frank Baisch, der beruflich in die USA muss und auch noch kommenden Freitag fehlen wird. Für ihn wird Tobias Schmid auf der rechten Seite aushelfen. Mannschaftliche Geschlossenheit soll sowohl in der Abwehr als auch im Angriff den Grundstein für ein erfolgreiches Spiel legen. Aus einer sicheren Abwehr will der TSV Owen selbst das Tempo kontrollieren. Sollte das gelingen, liegen zwei Pluspunkte für die Owener im Bereich des möglichen.

br/döl

Verbandsliga-Aufgebote

TSV Owen: Carrle, Reckziegel Baisch, Dunkel, H. Hoyler, C. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Krüger, Meißner, Schmidt, Sigel, Wahl, WinklerSG Lenningen: S. Lamparter, Born; Austen, Braunwarth, Brugger, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, C. Wiesinger, J. Wiesinger.