Lokalsport

Kirchheim auf Platz acht

In der siebten Runde der Segelflug-Bundesliga flogen die Piloten der Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth auf den achten Platz der Tageswertung. Die Fliegergruppe Dettingen behauptet mit dem 13. Rundenplatz Rang zehn in der Bundesligatabelle.

KIRCHHEIM/DETTINGEN Zur siebten Segelflug-Bundesligarunde waren Wolken angekündigt, wobei sich niemand sicher war, ob ein Start Richtung Süden oder Richtung Nordosten besser sein würde. So verteilten sich die Piloten aus Kirchheim und Dettingen in beide Himmelsrichtungen. Die Kirchheimer Albert und Mario Kießling trennten sich schon ab der Hahnweide. Mario Kießling flog in Richtung Alpen und erreichte diese gegen 14 Uhr. Nach einem kleinen Schlenker entlang des Alpenkamms flog er wieder gen Heimat und landete mit zufriedenstellenden 425 Flugkilometern. Sein Vater, Albert Kießling, entschied sich für die Variante Richtung Nordosten, in den Thüringer Wald. Er flog über Kitzingen und Bad Königshofen und absovkierte insgesamt 690 Kilometer.

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Mario Kießling erreichte einen Bundesliga-Schnitt von 88,69 km/h, Albert Kießling war mit 85,56 km/h etwas langsamer. Dritter Bundesliga-Pilot war der junge Tim Sigel, der trotz "zerissener Thermik" einen Schnitt von 79,68 km/h flog. Damit holten die drei Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth mit einem achten Rundenplatz weitere 13 Punkte. In der Gesamtwertung sicherten sie sich den neunten Platz. Uneinheitliche Meinungen gab es auch bei den Dettinger Piloten. Während Horst Habermann mit Co-Pilotin Daniela Mekle sowie Werner Neubold sich dazu entschlossen, Richtung Osten zu fliegen, wählten Michael Kapp, Ulrich Häfner und Volker Weber die viel versprechende Wetteroptik im Süden, um in Richtung Alpen zu fliegen.

Über Günzburg, Kaufbeuren und Marktoberdorf führte der Kurs bei guter Wolkenentwicklung Richtung Füssen. Am Tegelberg gelang der Einstieg in die Berge relativ problemlos. In den Alpen war die Thermik zwar durch starken Wind gestört, dennoch flogen die Drei bei Wolkenuntergrenzen von knapp 3000 Meter über den Plansee an der Südseite des Lechtales entlang bis kurz vor die Skiregion am Arlberg. Während Michael Kapp sich nun für den direkten Heimflug über das kleine Walsertal und das Allgäu entschied, flogen die anderen beiden dieselbe Route zurück, über die sie zuvor gekommen waren. Fast zur selben Zeit erreichten Werner Neubold und Horst Habermann ihren Wendepunkt im Osten in der Gegend um Kehlheim und traten den Rückflug an. Am Ende lagen die erzielten Flugstrecken aller fünf Piloten trotz der unterschiedlichen Streckenwahl bei rund 450 Kilometer.

Die für die Bundesliga wichtigen Durchschnittsgeschwindigkeiten lagen mit knapp 80 km/h ebenfalls dicht beieinander. In die Wertung kamen die Flüge von Horst Habermann, Ulrich Häfner und Michael Kapp. Sie erreichten damit den 13. Platz in der Wochenendwertung und acht wertvolle Punkte für die Gesamttabelle. Damit belegen die Dettinger weiterhin Rang zehn in der Tabelle der Segelflugbundesliga.

il