Lokalsport

Kirchheimer Frühlingserwachen an der Iller

Der VfL Kirchheim ist weiter auf dem Weg nach oben in der Fußball-Verbandsliga. Bei der Sportvereinigung Au/Iller gab es für die Teckstädter einen verdienten 3:0 (0:0)-Erfolg und damit den vierten Sieg im fünften Spiel in diesem Jahr.

KLAUS-DIETER LEIB

AU/ILLER Trotz des Erfolges war die Freude getrübt bei den Kirchheimer Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff. Die Verletzungen von Mannschaftskapitän Mario Grimm und Jungtalent Michael Kutscher lassen Schlimmeres befürchten (siehe auch unten stehenden Artikel). Auf der anderen Seite war Aus Spielertrainer Markus Pleuler stinksauer. Eigentlich wollten die Gastgeber den VfL mit einem Sieg in der Tabelle überflügeln. "Vielleicht haben wir uns zu viel vorgenommen", stellte Pleuler nach dem Schlusspfiff ernüchtert fest. Gegen eine sehr diszipliniert auftretende Kirchheimer Elf war an diesem Tag nichts zu holen. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat mit viel Leidenschaft gespielt", zeigte sich VfL-Trainer Michael Rentschler nach der Partie denn auch sichtlich zufrieden.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit wenigen Höhepunkten, versuchten die seit acht Spielen ungeschlagenen Hausherren, etwas mehr für die Offensive zu tun. Kein erfolgreiches Unterfangen, wie Trainer Markus Pleuler bei der anschließenden Pressekonferenz einsehen musste: "Wir hätten uns heute mit einer Punkteteilung zufrieden geben müssen." Der Sieg für Kirchheim indes mehr als verdient, denn der VfL war kämpferisch die eindeutig bessere Mannschaft. Die SpVgg Au hatte über die gesamte Spielzeit nur eine nennenswerte Torchance, erst kurz vor Ende der Begegnung: Nach einem Freistoß von Antonio Saccotelli krachte das Leder gegen das Lattenkreuz und im Nachschuss scheiterte Silvio Mikic an Gäste-Schlussmann Patrick Gühring (81.).

Ansonsten spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab, mit nur wenigen Höhepunkten. Vor allem in der ersten Hälfte dauerte es über eine halbe Stunde bis zum ersten Torschuss. Diesen vergab der Kirchheimer Michael Heilemann, dessen schlecht platzierter 18-Meter-Schuss war kein Problem für Torwart Marco Princz. (32.). Die beste Chance zur Kirchheimer Führung hatte Emrah Polat, der nach einem Freistoß von Marko Lovric am langen Pfosten einen Schritt zu spät kam (36.).

Nach dem Seitenwechsel war die Begegnung dann innerhalb von zwei Minuten entschieden. Wiederum nach einem Freistoß von Marko Lovric, der nach seiner Verletzungspause einen ordentlichen Einstand feierte, stand Pavel Ferenz goldrichtig und erzielte mit einem sehenswerten Kopfball aus acht Metern die nicht unverdiente 1:0-Führung für den VfL Kirchheim (56.). Die Gastgeber hatten sich noch nicht richtig von dem Schock erholt, da konnte Uli Klar den wieselflinken Michael Heilemann im Strafraum nur noch am Trikot festhalten. Der gut leitende Schiedsrichter Jochen Oelmayer zeigte sofort auf den ominösen Punkt. Heilemann trat selbst an und verwandelte sicher zum vorentscheidenden 2:0 (58.). Eine Mannschaft, die acht Mal in Folge nicht verloren hat, sollte eigentlich genug Selbstvertrauen besitzen, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Doch die knapp 200 Zuschauer erlebten einen VfL-Sieg, der in keiner Phase mehr in Gefahr geriet. Der eingewechselte Feriz Meha erzielte in der Nachspielzeit sogar noch das 3:0. Ein völlig verdienter Sieg für den VfL Kirchheim, der am Ende aber um ein Tor zu hoch ausfiel.

SpVgg Au:

Princz - Bollinger (59. Steck), Kwayep, Kinkel, Ascher - Saccotelli, Klar, Mikic, Erhard - Pleuler, Ruopp.VfL Kirchheim:

Gühring - Kutscher, Grimm (34. Lovric), Eisenhardt, Siopidis - A. Meha, Raspe, Er, Polat (78. Isci), Heilemann - Ferenz (82. F. Meha).Tore:

0:1 Ferenz (56.), 0:2 Heilemann (Foulelfmeter/58.), 0:3 F. Meha (90+1).Gelbe Karten:

Ruopp, Klar, Kwayep - KutscherSchiedsrichter:

Jochen Oelmayer (Untersulmetingen).Zuschauer:

200

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