Lokalsport

Kirchheimer rücken auf Platz fünf vor

Die Kirchheimer Segelflugpiloten der Fliegergruppe Wolf-Hirth verbesserten sich in der Gesamtwertung der Segelflug-Bundesliga dank Rundenplatz sieben auf den fünften Rang der Gesamtwertung. Die Dettinger Piloten sind dagegen um einen Platz auf Rang acht abgerutscht.

KIRCHHEIM/DETTINGEN Nach der neunten Runde der Segelflug-Bundesliga belegt die Kirchheimer Fliegergruppe Wolf-Hirth den fünften Platz in der Gesamtwertung. Albert Kießling und Felix Ruof waren die beiden ersten, die punkteten. Kießling flog ein Dreieck über fast 600 Kilometer von der Hahnweide bis nach Bayreuth und Regensburg. Ruof flog die Albkante entlang bis nach Albstadt-Degerfeld, zurück an Kirchheim vorbei bis weit hinter Eichstätt insgesamt etwa 438 Kilometer. Am frühen Nachmittag, als die am Boden Gebliebenen am meisten schwitzen mussten, erflogen die beiden mit 81,94 km/h beziehungsweise 77,09 km/h ihre schnellsten Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Anzeige

Der dritte Pilot, der in dieser Runde für die Kirchheimer Punkte erflog, war Mario Kießling. Er startete erst um die Mittagszeit und konnte seinen Vereinskameraden von Anfang an gute Steigwerte mit bis zu dreieinhalb Metern pro Sekunde über Funk vermelden. Auf der Alb stieg er bis auf 2 200 Meter und flog nach einer Gleitstrecke ohne Wolkenthermik über den Schwarzwald. Dort fand er gute Wolkenstraßen, die ihn bis an den Feldberg trugen. Als Kießling den Heimflug antreten wollte, hatte sich die bis dahin vorteihafte Bewölkung in ein schweres Gewitter verwandelt. Dem langjährigen Mitglied der Nationalmannschaft gelang es jedoch noch rechtzeitig, den Gewitterschauern zu entkommen. Auf der Alb fand er wieder sehr gute Flugbedingungen vor, sodass er über lange Strecken ein Tempo von 160 km/h halten konnte. Am Ende erreichte Mario Kießling eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 92,62 km/h.

Der Dettinger Fliegergruppe verhalf ein "Neuer" zu Bundesligapunkten: Das jüngste Produkt für die 18m-Klasse aus dem Hause Schempp-Hirth stand zum Probefliegen zur Verfügung. Andi Belz nutzte die Gelegenheit und flog mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 79 km/h in die Bundesligawertung. Frieder Belz und Michael Kapp zogen nach. Sie erreichten auf der Alb zwischen Harburg im Osten und dem Klippeneck im Südwesten Flugdistanzen, die deutlich über der 400-Kilometer-Marke lagen. Die Schnitte lagen beide Male um die 80 km/h, während die Bundesliga-Rundensieger aus Berlin bei deutlich besserem Wetter an diesem Tag Schnitte um 102 km/h erreichten.

Die Fliegerguppe Wolf-Hirth erflog in der nun neunten der insgesamt 19 Bundesligarunden mit 14 Punkten Platz sieben, die Dettinger belegten mit acht Punkten Platz 13. In der Gesamtwertung liegen die Kirchheimer nun gemeinsam mit den Segelfliegern aus Schwäbisch Gmünd und Laichingen auf einem hervorragenden fünften Platz, knapp vor den Dettingern auf Platz acht.

kh

Gesamtwertung nach neun Runden: 1. SFZ Königsdorf (BY) 136 Punkte, 2. AC Esslingen (BW) 114, 3. SFG Guilini/Ludwigshafen (RP) 110, 4. FSG Öhringen (BW) 109 Punkte, 5. Schwäbisch Gmünd (BW) 91, FG Wolf-Hirth 91, FSV Laichingen (BW) 91, 8. FLG Dettingen (BW) 85, 9. FLG Blaubeuren (BW) 80, 10. LSV Weinheim (BW) 79, 11. LSG Bayreuth (BY) 78, 12. AC Pirmasens (RP) 62, LfV Greven (NW) 62, FLC Schwandorf (BY) 62, 15. SFV Mannheim (BW) 61, 16. FSC Odenwald Walldürn (BW) 59, 17. FSV Neustadt/ Weinstraße (RP) 54, 18. FG Geislingen/Steige (BW) 51, FG Freudenstadt (BW) 51, 20. Landessegelflugschule (TH) 50, AC Pirna (SN) 50.