Lokalsport

Kirchheims Albtraum heißt Markus Pleuler

Herber Rückschlag für den VfL Kirchheim. Der Verbandsligist hat bei der 1:4 (1:2)-Heimniederlage gegen die Sportvereinigung Au auf der ganzen Linie enttäuscht.

EBERHARD EINSELEN

Anzeige

KIRCHHEIM Zwei hohe Kantersiege zuletzt vor heimischem Publikum ließen die VfL-Spieler wohl von höheren Tabellenregionen träumen verhängnisvoller Irrglaube. "Wir haben geglaubt, es geht so weiter", musste auch Trainer Michael Rentschler nach der Pleite zugeben. Fakt ist, dass der VfL gegen die Spvgg Au gnadenlos enttäuscht hat. Die Gäste hatten zuletzt drei Spiele in Folge verloren, waren von der Papierform her in der Außenseiterrolle. Markus Lepadusch, ein Mitglied des Auer Trainer-Trios: "Meine Mannschaft hat immer an sich geglaubt."

Nach zehn Minuten gingen die bayerischen Gäste in Führung. Kirchheims Abwehrrecke Archontis Siopitis ließ sich von seinem Gegenspieler Matthias Ascher tunneln. Die anschließende Flanke köpfte Silvio Mikic unhaltbar für VfL-Keeper Norman Volber zum 1:0 für die Gäste ins Tor (10.).

Die Probleme auf Kirchheimer Seite hielten sich zunächst noch in Grenzen. Erst recht, als Sturm-Tank Cem Korkmaz per Abstauber den 1:1-Ausgleich erzielte (22.). Gästekeeper Marco Princz konnte einen Schuss von Neuzugang Feriz Meha nicht festhalten, Korkmaz nutzte dies eiskalt. In den letzten fünf Minuten vor der Pause bekamen die 230 Zuschauer dann die beste Phase des VfL im gesamten Spiel zu sehen. Nach einer tollen Kombination legte Feriz Meha für Coskun Isci auf. Doch der 21-jährige traf das Tor der Gäste nicht, sondern schob den Ball am langen Eck vorbei. Quasi mit dem Halbzeitpfiff dann die Führung für die Gäste von der Iller: Nach einem klassischen Konter gelang Markus Pleuler das 2:1.

Die Vorentscheidung fiel vier Minuten nach dem Seitenwechsel. VfL-Spielertrainer Michael Rentschler leistete sich bei einem Rückpass zu seinem Keeper Norman Volber einen kapitalen Schnitzer. Der schlitzohrige Markus Pleuler roch den Braten, ging dazwischen und erzielte das 3:1.

Doch das war noch nicht alles. Die an diesem Tag völlig desolate VfL-Abwehr leistete sich einen weiteren Aussetzer. Nach einer Flake des 21-jährigen Antonio Saccetelli, gleichzeitig bester Mann auf dem Platz, erzielte Markus Pleuler per Kopf sein drittes Tor an diesem Nachmittag (59.). Trainer Heiko Lepadusch freute sich über die Leistung des 35-jährigen Ex-Profis des SSV Ulm: "Endlich hat Markus einmal gezeigt, wie wertvoll er für seine Mannschaft sein kann."

Die Spvgg Au verschonte den an diesem Tag völlig überforderten VfL Kirchheim vor einer weiteren Demütigung. In den Schlussminuten hatten die Kirchheimer ihrerseits noch einige gute Gelegenheiten zur Resultatsverbesserung. Doch nicht einmal das war dem Team um Spielführer Mario Grimm vergönnt. In seinem Statement hatte Spielertrainer Rentschler für den Kapitän noch ein Kompliment übrig: "Der Mario hat kämpferisch herausragend gespielt. Das war aber auch fast schon der einzige Lichtblick. Spielerisch waren die Gäste aus Au die reifere Mannschaft."

VfL Kirchheim:

Volber Fuchs, Eisenhardt, Rentschler (53. Er), Siopidis Isci, Alban Meha (59. Raspe), Grimm, Polat Feriz Meha (78. Erenler), Korkmaz.Spvgg Au:

Princz Maier (71. Bonsignore), Kinkel (86. Bollinger), Kwayep, Ascher Erhard, Klar, Mikic, Saccetelli (81. Cevik) Pleuler, Steck.Tore:

0:1 Mikic (10.), 1:1 Korkmaz (22.), 1:2, 1:3, 1:4 Pleuler (45., 49., 59.).Gelbe Karten:

Grimm, Isci Pleuler, Steck, Ascher.Schiesrichter:

Dominik Schall (Tübingen).Zuschauer:

230.