Lokalsport

Kirchheims Jurkschat hält noch immer den 100-Meter-Rekord

Im Jahr 2004 lag der Schwerpunkt der Verbesserungen der Kreisrekorde in erster Linie beim Straßenlauf. Wie schwer es jedoch für die Bahn-Leichtathletik ist, Kreisrekorde zu verbessern, zeigt ein Überblick über die ältesten Notierungen, die teilweise über 25 Jahre zurückliegen.

ESSLINGEN Alle Kreisrekorde im "Geh-Bereich" werden von der Familie Knäringer von der TSG Esslingen gehalten und sind teilweise schon über 25 Jahre alt. Lediglich Otto Lingk von der LSG Hohenneuffen funkte 1969 dazwischen. Seine 25.25,8 Minuten im 5 000-Meter-Bahngehen bei der A-Jugend stehen heute noch zu Buche. Diese Rekorde werden wohl ewigen Bestand haben, da diese Disziplinen kaum mehr ausgetragen werden. Dies gilt auch für den Hammerwurf, der im Kreis Esslingen nur noch bedingt absolviert werden kann.

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Drei Frauen prägten den Kreis mit Leistungen, die alle über 25 Jahre alt sind und auch heute ihresgleichen suchen. Margot Eppinger vom TSV Neuhausen war der Konkurrenz weit voraus und schaffte es bis zur Olympia-Teilnahme. Sie lief die 100 Meter in 11,5 Sekunden, die 200 m in 23,35 Sekunden und kam im Weitsprung auf 6,44 Meter. In diese Klasse einzuordnen sind auch die 54,76 Sekunden von Ulla Pohlner vom TV Neidlingen über 400 Meter sowie die 1,82 Meter im Hochsprung von Sabine Bender (LG Esslingen), die diesen Rekord schon in der Jugendklasse aufstellte. Angelika Holder vom VfL Kirchheim und Anke Köninger von der TG Nürtingen egalisierten ihn zwar, konnten ihn aber nicht verbessern. Dies gilt auch für die amtierende württembergische Meisterin Antonia Koch vom TV Zell, welche in diesem Jahr mit 1,80 Meter dicht heran kam.

Bei der Jugend überragte Anke Köninger von der TG Nürtingen eigentlich alles. Sie lief die 100 Meter in 11,76 Sekunden, die 200 m in 24,03 Sekunden und sie kam im Weitsprung auf 6,25 Meter. Nur die amtierende deutsche Hallenmeisterin Stephanie Lichtl nahm ihr in diesem Jahr mit 13,36 Sekunden über 100 Meter Hürden einen Rekord ab. Sonst blieb alles auch nach 25 Jahren noch bestehen.

22 Jahre alt sind noch die Kreisrekorde bei den Schülerinnen von Kathrin Koch (LG Filder/Neuffen) mit 14,33 Meter im Kugelstoßen und 2 148 Punkten im Vierkampf. Selbst die neue WLV-Meisterin Christiane Ruess von der LG Neckar/Erms kam nicht annähernd an diese Leistung heran. Die 1,73 Meter im Hochsprung von Ulla Fischer vom TSV Weilheim aus dem Jahr 1981 wurden ebenfalls noch nicht übertroffen, wie die 46,80 Meter im Diskuswerfen von Ingrid Belz (LG Leinfelden) bei der B-Jugend aus dem Jahr 1980.

Bei den Männern stehen immer noch die 10,3 Sekunden von Dieter Jurkschat vom VfL Kirchheim aus dem Jahre 1967. Und auch die 5,15 Meter im Stabhochsprung von Robert Anders (TSV Berkheim) aus 1972. Die späteren Spitzenkönner des Kreises, Sprinter Tobias Unger aus Wendlingen und der Stabhochspringer Fabian Schulze aus Leinfelden, wechselten zu Salamander Kornwestheim, bevor sie diese Leistungen deutlich übertrafen. Die Hammerwurfleistungen von 53,62 Meter von Siegfried Graner (TG Nürtingen) aus 1973 und Günther Springer (LG Esslingen) bei der Jugend bis hin zu den Schülern sind ebenfalls bis heute unerreicht.

Bei der Jugend stehen noch die 7,36 Meter im Weitsprung von Steffen Fruhmann von der LG Filder/Denkendorf aus dem Jahr 1979 sowie die 21,9 Sekunden über 200 m von Stefan Speck (TG Nürtingen) bei der B-Jugend, ebenfalls aus 1979. Fünf Jahre älter sind bei der A-Jugend die 1,95 Meter im Hochsprung von Wolfgang Fälchle vom TV Bempflingen und Thomas Renkl von der LG Esslingen. Die 51,02 Meter im Diskuswurf von Thomas Lickert (LG Filder/Nellingen) haben ebenfalls seit 1979 Bestand. Selbst bei den Schülern stehen noch die 11,2 Sekunden über 100 Meter von Jörg Müller (TG Nürtingen) aus dem Jahr 1981 und die 47,24 Sekunden einer 4 x 100-m-Staffel des TV Nellingen von 1978. Viele dieser Rekorde sind auch heute noch außer Reichweite. Die eine oder andere Bestleistung könnte jedoch 2005 geknackt werden.

pk