Lokalsport

Klassenerhalt dank Kampfeslust

Kirchheimer Landesliga-Turner beißen in Fellbach auf die Zähne und träumen vom Aufstieg

Happy End nach einer schweren Saison für die Landesliga-Turner des VfL Kirchheim: Beim Ligaendkampf in Fellbach – er zählt als Rückrunde – musste der VfL nur der KTV Straubenhardt III den Vortritt lassen.

Anzeige

Fellbach. Der zweite Tages-Rang bedeutete für die VfL-Riege den dritten Platz in der Landesliga hinter dem TSV Wernau und vor dem MTV Ludwigsburg III. Damit war das Abstiegsgespenst endgültig verscheucht.

Eine unglückliche Konstellation in der Rückrunde hätte das Nachwuchsteam des frischgebackenen Oberligameisters nach drei Aufstiegen in Folge durchaus eine Klasse tiefer schicken können. Sorge bereitete VfL-Coach Jürgen Heine auch die Personalsituation. Einige Turner fehlten beim Endkampf und dass Daniel Paul nach dreiwöchiger Trainingspause wegen eines gebrochenen Fingers noch nicht fit war, stand außer Frage. Umso erfreulicher, dass David Schneider, der letztes Jahr noch Oberliga turnte und wegen seinen Abiturprüfungen in dieser Saison abgesagt hatte, diesmal aushalf. Ungewohnt war es für die VfL-Turner auch, dass es kein Streichresultat gab. Nur vier Turner durften an jedem Gerät eingesetzt werden, und alle vier kamen in die Wertung.

Mit der Regelung hatten andere Mannschaften deutlich mehr Probleme als die Kirchheimer. So sammelten zum Auftakt am Pauschenpferd Petr Grulich (11,6), Marcus Bay (9,6), Marius Gebhardt (9,5) und Daniel Paul (9,2) immerhin 39,30 Punkte. Der TSV Wernau hingegen hatte hier genau zehn Punkte weniger eingefahren. Bester Kirchheimer Turner an den Ringen war Marcus Bay mit 12,1 Punkten. Marius Gebhardt (9,8), Peter Grulich (9,8 ) und Waldemar ­Guillard (8,8) vervollständigten das Quartett. Verlass war am Sprung auf Daniel Paul. 12,9 Punkte erhielt er für seinen Überschlag mit anschließendem Salto, 12,4 Punkte gab es für Paul Kohnles Tsukahara. 12,3 Punkte war den Kampfrichtern der Überschlag mit Schraube von Simon Schlick wert, der gleiche Sprung brachte Marius Gebhardt 12,2 Punkte. Bis auf vier Zehntel rückten die Kirchheimer an diesem Gerät der KTV Straubenhardt auf die Pelle.

Marcus Bay sorgte am Barren mit 12,0 Punkten für die Kirchheimer Topwertung. Petr Grulich (11,2), Marius Gebhardt (10,7) und Paul Kohnle (7,95) hielten das Team im Rennen. Am Reck sammelten David Schneider (11,5), Marcus Bay (11,5), Paul Kohnle (10,95) und Daniel Paul (9,4) 43,35 Punkte. Letzterer zeigte, dass das VfL-Team um jedes Zehntel kämpfte: Bereits bei Daniels erstem Übungsteil riss die Haut unter dem Reckriemen auf. Mit blutender Hand brachte er seine Übung ohne Abstieg zu Ende. Am Boden dann die Kirchheimer Galavorstellung: 13,65 Punkte für Marcus Bay, 12,70 für David Schneider, 12,65 für Marius Gebhardt und 12,15 Punkte für Paul Kohnle brachten das Kirchheimer Team beim Ligafinale mit 265,45 Punkten auf Rang zwei hinter der KTV Straubenhardt III (297,95). Der dritte Rang in der Endabrechnung hinter Straubenhardt und TSV Wernau bedeutete für das Team in der ersten Landesligasaison einen schönen Erfolg, auf dem sich im kommenden Jahr aufbauen lässt. Und das Aufstiegsträume nährt. hp