Lokalsport

Kleine Fortschritte machen Mut

Basketball-Oberliga: Beim VfL regieren weiterhin Not und Bescheidenheit

Keine Chance auch im zweiten Oberligaspiel: Die VfL-Basketballer verloren zu Hause gegen den TV Rottenburg mit 56:78.

Kirchheims Kiriakidis (links) nimmt den Korb ins Visier. Zu holen gab es für den VfL allerdings auch gegen Rottenburg nichts Zäh
Kirchheims Kiriakidis (links) nimmt den Korb ins Visier. Zu holen gab es für den VfL allerdings auch gegen Rottenburg nichts Zählbares. Foto: Deniz Calagan

Kirchheim. Erst sieben Abgänge, dann fünf Ausfälle: Oberliga-Coach Pasko Tomic wird derzeit nicht gerade vom Glück verfolgt. Beim ersten Heimspiel am Sonntagabend fehlten neben Chris Schraml (Knieprellung) und Marko Gligoric (krank) auch die Centergarde Marsel Sibinovic (Knieprobleme), Constantin Munz (krank) und Cveti Bozic (Urlaub). Dass ohne vier Leistungsträger gegen den TV Rottenburg wenig drin war, schien schon vor Spielbeginn sonnenklar.

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Doch der VfL wehrte sich, auch begünstigt dadurch, dass bei den Gästen ebenfalls der eine oder andere Akteur fehlte.Nach wieder missglücktem Start (4:14/ 7.) fing sich das Team und stellte mit 16:20 wenigstens den Anschluss her. Nach dem 19:24 (13.) durch einen Dreier von Marko Wanzke verteidigte der TVR allerdings intensiver, während in der Offensive Daniel Grbavac nicht mehr zu halten war. Als es mit 28:39 in die Pause ging, hatte der Rottenburger Star bereits 25  Punkte erzielt – Er allein machte in diesen 20 Minuten den Unterschied.

Das änderte sich zu Beginn der zweiten Hälfte: Vier verschiedene Spieler sorgten für das 47:28 (25.) für die Gäste, die damit außer Reichweite gerieten. Immerhin, und das stimmte das Kirchheimer Team durchaus hoffnungsfroh, konnte Kirchheim anschließend die Begegnung ausgeglichen gestalten. Richtig näher kam man dem Gegner zwar nicht mehr – der knappste Rückstand betrug 16 Punkte – der VfL hielt aber immer dagegen und ließ nie locker. Genauso sah es auch Pasko Tomic: „Ich sehe dieses Spiel durchaus positiv, ich kann mich wirklich nicht beschweren. Wir haben das gespielt, was wir in dieser Besetzung konnten.“

Erfreulich war dabei, dass U20-Spieler Jonathan Gritschke in seinem zweiten Oberligaspiel bereits eine ordentliche Rolle spielen konnte und sogar 13 Punkte erzielte, U18-Talent Yannick Abele seine ersten Minuten in der Ersten bekam, Michael Schlipf (30) sein Comeback feierte und das ganze Team eine tolle Frustrationstoleranz zeigte. Tomic drückte Letzteres so aus: „Mir imponiert der Stolz jedes Einzelnen in dieser Situation, wirklich alle ziehen mit.“ Und: „Ich habe deutlich mehr gute Ansätze gesehen als vor einer Woche.“ Trotzdem weiß der Coach: „Wir feiern derzeit jeden einzelnen Korb wie ein Golden Goal.“

Ob es damit irgendwann zum Sieg reicht? Wenn der VfL es schafft, alle Spieler aufs Feld zu bringen und dann vielleicht ein Gegner aus den unteren Tabellenregionen auf dem Parkett steht, ist das sicherlich möglich. Bleibt zu hoffen, dass das möglichst bald passiert.ut

VfL Kirchheim: Abele, M. Beck (9), Eberle (17), Gritschke (13), Kiriakidis (2), Reichmuth (2), Reza, Schlipf (7/1), Wanzke (6/1)