Lokalsport

Klett-Debüt in der Schelztorhalle

Nach dem Derby am vergangenen Samstag gehen die beiden Lokalrivalen TSV Owen und SG Lenningen in der Handball-Verbandsliga wieder getrennte Wege. Owen kann in der zweiten Auswärtspartie in Folge heute Abend in Esslingen wieder auf Oberliga-Rückkehrer Steffen Klett zählen. Lenningen empfängt zeitgleich die SG Schorndorf.

OWEN/LENNINGEN Für das Team Esslingen ist der Zug in Richtung Aufstiegs-Relegation noch nicht ganz abgefahren. Mit 20:26 Punkten rangiert die Mannschaft von Frank Ziehfreund auf Rang neun des derzeitigen Tableaus. Den begehrten sechsten Platz belegt die HSG Oberkochen/Königsbronn, die drei Pluspunkte mehr auf dem Konto hat. Das Team darf sich gegen den TSV Owen folglich keine weitere Niederlage erlauben, will man sich die Minimalchance erhalten. Im Hinspiel konnten die Zwiebelstädter den Owenern schon einmal die Grenzen aufzeigen. Damals verließ das Team beim 29:26 als Sieger die Teckhalle.

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Grund genug für den TSV, hoch motiviert in die Partie zu gehen, zumal der vom TSV Neuhausen zurück gekehrte Steffen Klett sein Comeback im Owener Trikot feiern wird. Nach wochenlangem zähem Warten ist die Wechselsperre endlich abgesessen. Ein Fragezeichen steht hingegen noch hinter dem Einsatz von Benjamin Kazmaier. Der Kanonier vom Dienst laboriert immer noch an seiner Oberschenkelverletzung und konnte zuletzt nur eingeschränkt trainieren. Auf Rechenspiele jeglicher Art will sich Owens Coach Christoph Winkler derzeit nicht einlassen. "Gegen Esslingen haben wir noch etwas gutzumachen", meint der Spielertrainer. "Die haben uns bisher noch nicht Handball spielen sehen." Um die Tabelle will man sich unter der Teck erst nach dem Spiel in der Schelztorhalle wieder kümmern.

"Wenn's nicht läuft, kommt's meistens ganz dick", so titelte die Schorndorfer Zeitung im Hinrundenspiel der SG Schorndorf gegen die SG Lenningen. Damals gewann die Kiedaisch-Sieben nach einer wahren Nervenschlacht mit 27:26. Jens Kirschmann rettete bei dreifacher Unterzahl in der Schlussminute der SG den Sieg. Die Schorndorfer (11./18:26) haben zwischenzeitlich mächtig zugelegt und sind in der Tabelle an Lenningen (13./13:31) vorbeigezogen. Wie stark die Remstäler sind, bewiesen sie zuletzt beim Tabellenzweiten Plochingen, wo sie 17:10 führten, aber dann dem Plochinger Endspurt nichts mehr entgegenzusetzen hatten und 28:33 verloren. Neben ihrem Topspieler, dem Ex-Göppinger Matthias Dudium, der auf Rechtsaußen eine Klasse für sich ist, hat sich der Rückraum immer besser positioniert. Tobias Römer, Karl-Philipp Eiber und Michael Baun gehören zum Vollstreckerteam. Hier ist die SG-Abwehr gefordert.

Mit einer Einstellung a la Owen wäre den Lenningern schon viel geholfen. SG-Coach Holger Kiedaisch warnt jedoch: "Jedes Spiel läuft anders. Der Ausgang hängt von vielen Faktoren ab." Dudiums Kreise einengen zu können dies wäre ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Wer stoppt Matthias Dudium?Doch wer kann diesen Part spielen? Jochen Renz ist sicherlich eine Option dafür, aber er ist auch wertvoll als "Abschirmer" vor einer 5:0-Deckung. Was der SG-Coach seiner Abwehr eintrichterte ist, konsequenter auf den Außenpositionen zu decken. Der Angriff bewies zuletzt Durchsetzungsvermögen. Hier muss noch an der Chancenverwertung gefeilt werden. Am besten wäre es, wenn sich die Gäste gelbe Trikots überziehen würden der Motivationsfaktor würde um einiges höher steigen. Holger Kiedaisch geht davon aus, dass er das gleiche Aufgebot wie gegen Owen ins Spiel schicken kann (heute, 20 Uhr, Sporthalle Lenningen).

br/döl

TSV Owen:

Carrle, Reckziegel; Baisch, Dunkel, H. Hoyler, C. Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Klett, Krüger, Meißner, Schmidt, Sigel, Wahl, Winkler.SG Lenningen: Born, S. Lamparter Austen, Braunwarth, Brugger, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Segeritz, Wiesinger.