Lokalsport

Klingler geht und dieStecknadel-Suche startet

Überraschender Trainerabgang beim Fußball-A-Kreisligisten TSV Weilheim. Nach nur fünf Punktspielen hat Spielertrainer Oliver Klingler sein Amt mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt.

KLAUS-DIETR LEIB

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WEILHEIM "Ich bin körperlich am Ende. Es ging einfach nicht mehr", erklärte Oliver Klingler seinen sofortigen Rücktritt, den er abteilungsintern am vergangenen Mittwochabend verkündet hatte. Gestern erfuhr es die Mannschaft.

Nach der Nachricht war Weilheimer Abteilungsleiter Martin Koch wie vor den Kopf geschlagen: "Mit dieser Entscheidung hätte ich nicht gerechnet", sagte er, akzeptierte aber den Schritt: "Die Gesundheit geht vor." Klinglers Demmission hatte auch als Hintergrund, dass der 30-Jährige beruflich zum Verkaufsleiter befördert worden war und damit neuerdings viel mehr eingespannt ist. Andererseits ist er derzeit auch noch Bauherr und werdender Vater.

"Der Stress ist mir einfach zu groß geworden. Ich hatte zuletzt wirklich keine freie Minute mehr", beschreibt Klingler die gehabte Situation. Und dementiert zugleich: "Mit der sportlichen Talfahrt des TSV Weilheim hat mein Abgang absolut nichts zu tun." Mit dem Gewinn des Teckbotenpokals Anfang August hatte Klingler seinen bisher größten Erfolg mit den Limburgstädtern gefeiert. Hingegen war die Kreisliga-A-Ausbeute der ambitionierten Mannschaft eher mau gewesen: fünf Punkte in fünf Spielen. Der Abteilungsleiter bestätigte freilich eine Trainerarbeit, die den Ansprüchen mehr als genügt hätte. "Oliver hat in Weilheim sehr gute Arbeit geleistet. Ich hätte mir gewünscht, dass er weitermacht.", sagte Martin Koch, der die Mannschaft nun interimsweise übernimmt. Wie lange? "Der Markt gibt derzeit nicht viel her", weiß Koch. Umso intensiver wollen die Weilheimer suchen. Doch es wird wohl wi

e die berühmte Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen: Der Neue muss ein Guter sein. Nun geht's zur SGEH. Koch spricht von einem leichten Spiel: "Eigentlich haben wir da nichts zu verlieren."