Lokalsport

Kollektives Aufatmen unter der Limburg

Weilheim. Fassungslose Dettinger schlichen nach Spielende aus der Weilheimer Wühlehalle, während die Limburgstädter ihr Glück kaum fassen konnten. Nach einer über­ragenden Leistung hat der TSVW den Sieben-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt und darf weiter vom Klassenerhalt in der Landesliga träumen.

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Überraschung vor Spielbeginn: Trainer Markus Beichter konnte Marco Schill, Jürgen Rödig und Sebastian Sigel trotz jeweiliger Verletzung trotzdem aufbieten. Die ersten 13 Spielminuten verliefen bis zum 6:6 noch ausgeglichen. Dann konnten sich die Weilheimer erstmals absetzen (8:6, 16.), ehe die Dettinger zwei Minuten später wieder ausglichen. Danach schien der Startschuss für die Weilheimer gefallen: Die Abwehr stand felsenfest und ließ in der verbleibenden zwölf Minuten nur einen Gegentreffer zu. Die Weilheimer hatten den in Hinspiel noch überragenden Dettinger Eric Klinger gut im Griff. Gleichzeitig führte jeder Weilheimer Angriff zu einem Treffer, die Gäste wurden förmlich überrannt. Unter großem Jubel der rund 300 Zuschauer erzielten Patrick Seyferle und Sebastian Sigel in der letzten Spielminute der ersten Halbzeit die Treffer zum 16:9 und 17:9. Somit hatte der TSV Weilheim schon in Durchgang eins den Sieben-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt.

In der Halbzeitpause ermahnte Trainer Beichter seine Schützlinge zur Ruhe, lobte die Abwehrarbeit und forderte eine weiterhin so engagierte Leistung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit geriet kurzzeitig Sand in die Weilheimer Angriffsmaschinerie. Der Vorsprung schmolz auf 20:14 (38.). Eine kritische Phase, doch die Gastgeber schalteten wieder einen Gang hoch und starteten einen Lauf: Von 20:14 zogen sie über 24:15 (43.) auf 28:16 (46.) davon. Gelang es den Erms­tälern, zum Wurf zu kommen, scheiterten sie zumeist an Keeper Michael Rehkugler, der zudem fünf Siebenmeter parierte.

Der erforderliche Sieg mit mindestens acht Toren Differenz geriet somit nicht mehr in Gefahr. Dabei verwöhnten die Weilheimer ihre Fans mit druckvollem und temporeichem Handball. Das zwischenzeitliche 30:20 (50.) war dabei die knappste Weilheimer Führung. Die Dettinger schlugen sich zudem auch selber. Beispielsweise mussten die Schiedsrichter nach einer rüden und unschönen Attacke gegen Marco Schill eine Zeitstrafe gegen die Ermstäler verhängen. Auch durch Meckereien dezimierten sich die Gäste selbst, spielten so den Weilheimern in die Karten. Souverän brachten die TSV-Akteure den 35:24-Sieg über die Zeit. Aus einer gut aufspielenden Weilheimer Mannschaft wusste vor allem Björn Bachofer zu überzeugen.

Als nächster Relegationsgegner steht die HSG Börtlingen/Wangen fest, ein schwerer Brocken. Die HSG ließ der TSG Schwäbisch Hall beim 36:18 nicht den Hauch einer Chance. Das Hinspiel wird bereits am kommenden Sonntag in Wangen stattfinden, das Rückspiel steigt dann am 7. Mai (Mittwoch) vor heimischem Pub­likum. pa

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum – Auweter (9/6), S. Sigel (3), Bächle (1), Zettl (3), Bachofer (10), Mauch (2), Seyferle (2), T. Sigel, Allgaier (2), Rödig, Schill (3).

TSV Dettingen/Erms: Hiller, Krohmer – Klinger (4), Müller (5), de Melo (2/1), Gänßlen (2), Panitz (1/1), T. Schulz (4), Jock, Kramer (3), Posch, L. Schulz (4).