Lokalsport

Kollision bringt "Topas" um Platz vier

Bei der diesjährigen "Regatta der Eisernen" auf dem Bodensee kamen die vier Schiffe des Yachtclubs unter Teck in ihren Regattafeldern auf Plätze im oberen und unteren Mittelfeld.

KONSTANZ Am Vorabend der Regatta waren die Schiffe bereits nach Konstanz überführt worden. Eigentlich als Training gedacht, wurde es mangels Wind zu einer kühlen Überfahrt mit Motorhilfe. Bei der Steuermannsbesprechung am Wettkampftag begann der Hochnebel sich zu verziehen, die Sonne schien und es kam etwas Wind auf. Pünktlich zum Start der in drei Gruppen startenden 209 Schiffe und rund 800 Crewmitglieder sorgten dann Windstärken um die drei für Bewegung im Regattafeld.

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Alle vier Schiffe des Yachtclubs unter Teck (YCUT) starteten in der zweiten Gruppe, jedoch in zwei verschiedenen Yardstickfeldern. Wei-ßinger, Hülß, Jüttner und Thomas auf der "Teck" sowie Bransch, Gruner und Widmann auf der "Grafuno" wollten mit Schwung auf Backbordbug über die Startlinie, wurden aber von Jollenseglern der dritten Startgruppe, die mit offenen Segeln im Wind standen behindert und kamen daher erst mit Verspätung über die Startlinie. Patzig, Landenberger und Roy kamen mit der "Topas", einem Eignerschiff, am anderen Ende der Startlinie besser weg, gefolgt von Straub, Techentin, Kärcher und Ruf auf der "Sibylle von der Teck".

Auf der ersten Bahn musste gegen den Wind zur ersten Tonne aufgekreuzt werden. Nachdem die Teck freien Wind hatte, konnte sie einige Plätze aufholen und hatte an der ersten Tonne im vereinsinternen Duell die anderen drei Schiffe hinter sich gelassen. Vor der ersten Tonne kollidierte die "Topas" mit einem Schiff, das die Vorfahrt missachtet hatte und verlor dadurch ein paar Minuten. Nach Umrundung der ersten Tonne setzten die vier Schiffe des YCUT auf der zweiten Bahn dann bei Halbwind ihre Spinnaker. Die "Topas" machte wieder einiges an Plätzen gut, ebenso die "Teck." Zugleich wurden von hinten auflaufende Schiffe durch Anluven am Überholen gehindert.

Die "Grafuno" und die "Sibylle von der Teck" rundeten die zweite Tonne nahezu zeitgleich. An der dritten Tonne wurde es dann für die "Teck" etwas eng, da drei weitere Schiffe aus ihrem Yardstickfeld sich gegenseitig das Leben schwer machten. Die "Teck" hielt sich heraus und suchte sich kurze Zeit ein Feld mit freiem Wind. Das Schiff segelte so lange auf Backbordbug, bis die Luv-Zieltonne mit einer Wende und Kurs hart am Wind ohne weitere Manöver angesteuert werden konnte und kam nach 1.22:48 Stunden ins Ziel. Die "Topas" folgte sieben Minuten, die "Grafuno" elf und die "Sibylle von der Teck" 15 Minuten später. Im Yardstick bis 106 belegte die "Teck" am Ende Rang 16 von 30 gestarteten Schiffen. Im Yardstick bis 112 belegten die "Topas" Rang acht, die "Grafuno" Rang zwölf und die "Sibylle von der Teck" Rang 16 von 21 gestarteten Schiffen. Hätte die "Topas" durch die Kollision nicht fünf Minuten verloren, hätte sie in ihrem Starterfeld mindestens Platz vier erreicht. Schnellstes Schiff war ein Katamaran, der nach 48:11 Minuten den Kurs gerundet hatte. Den besten Zuschauerplatz hatten die etwa 400 Angehörigen der Teilnehmer, die kostenlos auf der MS Königin Katharina um das Regattafeld kreisten und so das Geschehen aus der Nähe miterleben konnten.

jh