Lokalsport

Kommt die Jugendkooperation mit dem TSV Owen?

Fehlende Schiedsrichter, überlastete Jugendspieler und eine zurückgehende Zahl an Jugendtrainern trotz dieser Probleme steht der Handballsport bei der SG Lenningen weiterhin hoch im Kurs im Täle.

LENNINGEN Erfreuliches konnte aus dem Jungseniorenbereich vermeldet werden. Diese haben die "Versetzung" in die nächste Bezirksliga-Saison geschafft. Nach einem schwachen Rundenstart hat sich die zweite Frauenmannschaft gefangen und wird die Kreisliga1-Saison im ersten Tabellendrittel abschließen. Einziger Wermutstropfen: Uli von Petersenn hört als Trainer auf.

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Weitermachen wird dagegen der Kreisliga-Trainer der zweiten Männermannschaft, Joachim Weller. "Mit dieser jungen Mannschaft möchte ich in der neuen Saison oben mitspielen", so seine Vision. Die Erwartung der ersten Frauenmannschaft, die Verbandsligaklasse zu halten, konnte nicht erfüllt werden. Trotzdem wird Markus Nothwang weitermachen ("Ich sehe noch Steigerungspotenzial"). Mit 8:20 Punkten und dem siebten Tabellenplatz ist der Gang in die Landesliga jedoch vorgezeichnet.

Das SG-Flaggschiff, die erste Männermannschaft, ist das Zuschauermagnet im Lenninger Sport. Das vorgegebene Ziel Klassenerhalt ist geschafft worden. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der ersten Verbandsligasaison wird Bruno Rieke auch in der nächsten Runde einbauen müssen. Dabei kann er sich auf zwei "Jungmeister" stützen: Christoph Baumann und Daniel Brugger vom TV Neuhausen/Erms. Kurz angerissen wurde auch, ob man zur Saison 2006/2007 eine dritte Männermannschaft melden soll. Dies hängt von Hallenkapazitäten und Schiedsrichtern ab. Und da hat die SG eine Unterdeckung. Bereits jetzt fehlen zum Soll drei Schiris. Bei acht Schiedsrichtern muss die SG 900 Euro an den Bezirk abführen.

Zum Punkt Jugendarbeit konnte SG-Jugendleiter Michael Schweikert berichten. Die SG nahm mit elf Jugendmannschaften und drei Miniteams am Spielbetrieb teil. Als Handicap erwies sich die Belastung bei der weiblichen und männlichen A-Jugend, die mit ihrem Doppelspielrecht auch bei den Aktiven aushelfen mussten. "Da kommen locker über 30 Spiele für die Einzelnen zusammen", so Schweikert. Die SG ist im Bezirk nur in den zweithöchsten Spielklassen vertreten. Pressewart Rudi Dölfel warf ein, dass seiner Ansicht nach versäumt wurde, mit dem TSV Owen zu kooperieren. Dazu Michael Schweikert: "Wir sind mit unserem Nachbarn im Gespräch." Herausgestellt hat sich, dass die SG in der nächsten Saison keine weibliche B- und A-Jugend stellen kann.

Als besonders gravierend erweist sich, dass momentan sämtliche Minitrainerstellen vakant sind. Dies ist nicht das einzige Manko. Von den 24 Jugendtrainern der Saison 2005/2006 stehen für die nächste Runde augenblicklich 15 zur Verfügung. Ein "Bonbon" hatte Schweikert dann doch noch: Vom 5. bis 7. Mai gehen die Jugendtrainer, Betreuer, Wirtschafter und Offiziellen für ein Wochenende in den Südschwarzwald.

Nach einem Jahr Pause wird am 7. Juli auf dem Bühl ein Bezirksspielfest stattfinden. Unterstützung wird Michael Schweikert auch bekommen. Markus Schlenk wird ihm bei der Spieltechnik zur Seite stehen. Von geordneten Finanzen konnte SG-Chefcontroller Georg Vollmer berichten: "Die SG trägt sich weitgehendst selber und erhält im Jugendbereich eine Förderung durch die Hauptvereine TSV Oberlenningen und TV Unterlenningen." Vom Wirtschaftsbereich berichtete Gaby Bächle. "Es hat im Großen und Ganzen gut geklappt." Zum Schluss konnte Silvia Klein bekannt geben, dass es für Oliver Hinneberg wieder ein Benefizspiel geben wird. Als Termin wurde der 14. Mai ins Auge gefasst, wobei es noch vom TV Neuhausen abhängt, der sich in der Terminschleife zu den Aufstiegsspielen in die Regionalliga bewegt.

Abteilungsleiter Harry Schmid steht für eine weitere Amtszeit übrigens nicht zur Verfügung, ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht.

döl