Lokalsport

Korkenzieher macht Probleme

Frust bei Wolf Henzler nach dem siebten Platz im dritten Lauf der ALMS-Serie

Nur Siebter beim Sechs-Stunden-Rennen in Laguna Seca – für Wolf Henzler verlief der dritte Lauf zur American Le Mans Serie (ALMS) enttäuschend. Damit musste der eigentlich geplante Angriff auf die Spitze des GT-Gesamtklassements erneut vertagt werden.

Eberhard Strähle

Laguna Seca. Beim dritten ALMS-Lauf in Kalifornien überfuhr der Porsche 911 GT3 RSR des amerikanischen Falken-Tire-Teams als siebtbestes GT-Fahrzeug die Ziellinie – zu wenig für das Fahrerduo Henzler/Bryan Sellers (Zizishausen/Braselton). Der Mann vom Motorsportklub Kirchheim/Teck wertete die Platzierung als Enttäuschung. In der Gesamtwertung rangieren sie nun auf Platz sieben, 43 Punkte hinter den führenden Porsche-Piloten Jörg Bergmeister/Patrick Long.

Schon der Auftakt des Rennwochenendes hatte mit einer kleinen Enttäuschung begonnen: Henzler klagte im Training über das Setup des Falken-Porsche. „Wir hatten vom ersten Training an Probleme, die richtige Abstimmung für diese schwierige Strecke zu finden“, sagte er nach der Hatz über die 2,238 Meilen lange Strecke, deren schwierigster Abschnitt ein Korkenzieher mit einer bergab fallenden Kurvenkombination war. Der Elfer ließ sich nicht wirklich an diese Passage anpassen, doch auch die Markenkollegen hatten kein Glück. So stand der noch beste 911 GT3 RSR mit Bergmeister/Long auf dem ungewohnten achten Platz – Henzler/Sellers einen Platz dahinter.

Die Poleposition ergatterten sich schließlich die Ferrari-Piloten Jaime Melo/Gianmaria Bruni vor den Markenkollegen Sharp/van Overbeek, zwei Chevrolet Corvettes ZR1 und den BMW M3 GT.

35 Rennfahrzeuge, aufgeteilt in Prototypen und GTs, warteten jetzt auf den Start. Henzler hielt den achten Platz bis zum ersten Tankstopp und dem Fahrerwechsel. An der Spitze des Felds hatte so mancher Prototyp Mühe, sich auf der Strecke zu halten: Es war was los während des Rennens. „Es gab andauernd Gelbphasen, weil die Strecke ständig geräumt werden musste“, meinte Henzler, der sich mit dem Falken-Porsche bemühte, den Anschluss zu halten. Doch für das Falken-Tire-Team eröffnete sich keine Möglichkeit mehr. Es blieb bei Platz acht. Erfolgreicher war die Aufholjagd von Bergmeusrer/Long, die Ferrari und Co. doch noch abhängten und schließlich den Klassensieg schafften.

Fazit: Eine nicht angepasste Abstimmung des Fahrwerks vom Falken-Porsche ließ Wolf Henzler/Bryan Sellers diesmal nicht den erwünschten Erfolg einfahren. „In diesem Klassefeld hatten wir nicht wirklich eine Chance auf einen Spitzenplatz“, resümierte der Schwabe frustriert. So leicht konnte er sich mit dem siebten Platz im GT-Klassement nicht abfinden.

Der vierte ALMS-Lauf wird am 11. Juli in Salt Lake City/Utah ausgetragen – dann geht es über die Renndistanz von 2,45 Stunden.

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