Lokalsport

Kräfteraubende Aufholjagd fordert Tribut

Bei der achten Etappe des World Inline-Cups im schweizerischen Sursee belegte die Kirchheimerin Annette Frik nach kräftezehrender Aufholjagd Platz 22.

SURSEE Für Annette Frik war es die dritte Worldcup-Teilnahme der Saison. Am Ende rollte sie auf Platz 22, nachdem sie bei ihrer Aufholjagd viel Kraft gelassen hatte. Mit rund 6000 teilnehmenden Skatern gilt die Veranstaltung in Sursee als größter Marathon in der Schweiz.

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Die Strecke um den Sempachersee mit ihrem durchgehend sehr guten Straßenbelag ist eine der schnellsten Marathonstrecken überhaupt. Am späten Nachmittag wurden die Frauenteams bei optimalen äußeren Bedingungen als erste auf die Strecke geschickt. Es mussten zwei Runden, 21 Kilometer, um den malerisch gelegenen Sempachersee gefahren werden. Auf Grund des sehr großen Teilnehmerfeldes waren sich die internationalen Top-Teams in ihrer Taktik schnell einig: Sie versuchten vom ersten Kilometer an mit stetigen Attacken das Feld zu dezimieren. Für Annette Frik und ihr Zepto-Team lief es zu Beginn sehr gut. Sie konnte sich vorne gut positionieren und einige Kilometer die Führung übernehmen. Nun folgte ein ständiges Wechseln der Positionen an der Spitze des Feldes, und durch die immer wiederkehrende Tempoerhöhungen der gegnerischen Teams entstanden einige Lücken im Feld.

Nach der ersten Runde um den See an einem kleinen Anstieg, konnte eine dieser Lücken im Feld nicht mehr geschlossen werden und die vier Damen des Zepto-Teams mussten das stark dezimierte Hauptfeld ziehen lassen. Hinter dieser Führungsgruppe fiel das Feld in viele kleine Gruppen. Annette Frik hatte jetzt keinen Sichtkontakt mehr zur Spitze, wurde durch die Betreuer an der Strecke über den Abstand zur Spitze informiert.

Nach fast zehn Kilometer Aufholjagd in einer kleinen Verfolgergruppe, schaffte sie es gemeinsam mit drei Frauen wenige Kilometer vor dem Ziel zur Spitzengruppe aufzuschließen. Auf den letzten Kilometern wurde um jede Position gekämpft, was auf der sehr schnellen und kurvigen Strecke nicht ungefährlich war. Im Sprint auf der leicht ansteigenden Zielgeraden siegte die Weltcupführende Laura Lardani (Italien) in einer Zeit von 1.11,04 Stunden hauchdünn vor Andrea Gonzales (Argentinien) und der Französin Nathalie Barbotin.

Bei der Kirchheimerin reichten die Kräfte nach der langen Aufholjagd nicht, sich im Sprint entscheidend in Szene zu setzen. Annette Frik musste sich wenige Sekunden hinter der Siegerin mit einem 22. Platz zufrieden geben, für den es noch 29 Weltcuppunkte gab.

Am kommenden Sonntag wartet der nächste Weltcuplauf. Um 15 Uhr fällt in der Züricher Innenstadt der Startschuss. Auf dem Rundkurs entlang des Zürichersees sind die weltbesten Inlineskater gleich mehrfach zu bewundern.

Bei diesem Rennen peilt Annette Frik eine Platzierung unter den besten 20 an.