Lokalsport

Kraft tanken auf Mallorca: SGEH ist gerüstet

Morgen schlägt für Noch-Bezirksligist SGEH die Stunde der Wahrheit. Die Älbler treffen im Relegationsendspiel um den Verbleib in der Fußball-Bezirksliga in Boll auf den TSV Deizisau, Anpfiff ist um18 Uhr.

ERKENBRECHTSWEILER Balearische Vorbereitungen auf das wichtigste Spiel des Jahres: Fast eine Woche lang waren die Kicker von der Berghalbinsel zum Relaxen auf der Sonneninsel Mallorca. Seit Pfingstsonntag ist aber wieder Schluss mit lustig. SGEH-Coach Erhard Reinhofer bat seine Jungs zum Training in den Hardtwald. Und der Coach war mit der Einstellung der Mannschaft zufrieden: "Alle waren mit viel Engagement dabei."

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Reinhofer hat den morgigen Gegner TSV Deizisau in den beiden Relegationsspielen gegen den TSV Oberlenningen (4:0) und am Samstag in Rechberghausen beim 2:0-Sieg vor 450 Fans gegen Türk SV Ebersbach beobachtet: "Das ist eine sehr gut organisierte Mannschaft." Trainiert wird der TSV Deizisau von Dejan Majhen unter der Teck kein Unbekannter. Der heute 36-Jährige kam 1988 von den A-Junioren des TSV Plattenhardt an die Jesinger Allee und schaffte unter dem damaligen Trainer Christian Hocke den Sprung in das Oberliga-Team des VfL Kirchheim. Majhen kickte seinerzeit in der legendären Mannschaft mit Andreas Kleinhansl, Roland Hirsch Claus Maier, Dietmar Weil und Uwe Heth und dem unvergessenen Publikumsliebling Manfred Lang.

Der heutige Übungsleiter des TSV Deizisau ist zuversichtlich für das Spiel morgen in Boll: "Die SGEH steht mehr unter Druck, als wir. Wir wollen den Schwung aus den beiden Spielen gegen Oberlenningen und Ebersbach mitnehmen." TSVD-Angreifer Toni Pepe (34), der sich im Spiel gegen Oberlenningen verletzte und gegen Ebersbach nicht eingesetzt werden konnte, ist wieder fit und soll den SGEH-Abwehspielern das Leben schwer machen. Seine Wehwehchen ebenfalls auskuriert hat Bernd Wenzel. Der heute 37-Jährige coachte einst den TSV Jesingen in dessen erster Bezirksliga-Saison (1999/2000) als Spielertrainer.

Verletzungssorgen plagen auch Erhard Reinhofer nicht. Daher glaubt der SGEH-Übungsleiter auch fest an einen Erfolg: "Wir sind in der Bezirksliga und wollen gewinnen. Wir wissen, auf was es ankommt."

Und vergangenes Jahr?Liebhaber der spannungsgeladenen Relegationsspiele erinnern sich gerne an den kuriosen Verlauf im vergangenen Jahr: Das entscheidende Spiel um den vakanten Platz in der Bezirksliga wurde zwischen den Wernauer SF und dem besten A-Ligisten, dem FV 09 Nürtingen, ausgetragen. Nach 90 Minuten standen die "Nullneuner" als 3:2-Sieger im Bezirksoberhaus freuen konnte sich aber die eigentlich abgestiegenen Wernauer, die der Liga dennoch erhalten blieben: Dank des Landesligaaufstiegs des FC Nürtingen 73 (per 2:1-Sieg über den FV Zuffenhausen, ebenfalls über das Relegationshintertürchen) war die Nervenbelastung aus Wernauer Sicht umsonst gewesen: Die SFW waren gerettet. Aufgrund des Scheiterns des TSV Notzingen am vergangenen Mittwoch ist eine solche Konstellation in diesem Jahr nicht möglich, sprich: Verliert die SGEH gegen Deizisau, spielt sie kommende Saison definitiv in der Kreisliga A.

ee/pet