Lokalsport

Kranz in Top-Form macht den Unterschied

Der 98:89-Auswärtssieg der Kirchheim Knights am Freitagabend in Speyer er hatte viele Väter: Neben dem überragenden Kai-Uwe Kranz (33 Punkte) stachen vor allem Tom Klemm und Andi Hornig aus dem Team heraus.

SPEYER Noch am Vorabend der Partie hatte Horst Schmitz, seit drei Monaten Trainer der Speyrer, seinem Kirchheimer Kollegen Pat Elzie einen heißen Tanz und den Erfolg seines Teams vorhergesagt der erste Teil dieser Prognose erfüllte sich dann auch, die Begegnung war hart umkämpft und wurde erst in der Schlussphase entschieden. Dass der Erfolg den Pfälzern letztendlich versagt blieb, war hauptsächlich einem Kirchheimer zuzuschreiben: Kai-Uwe Kranz war an diesem Abend einfach nicht zu stoppen: Mit seinen insgesamt neun (von zwölf) erfolgreichen Dreipunktewürfen markierte er den spielentscheidenden Vorteil zugunsten der Kirchheimer. Dabei erzielte er 19 seiner insgesamt 33 Punkte im letzten Spielviertel innerhalb von vier Minuten.

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Zusätzlich zur fast traumwandlerisch sicheren Wurfleistung von Kranz gab es freilich noch weitere bemerkenswerte Faktoren, die den Gästeerfolg erklären: Zum einen wäre da Tom Klemm zu nennen, der mit seiner guten Defensivleistung gegen Speyers Jungstar Elias Harris die Wirkung des 18-jährigen Talents so weit einschränken konnte, dass dieser zwar mehrere spektakuläre Offensivaktionen zeigen konnte, letztendlich jedoch keine Chance hatte, zum Matchwinner zu werden. Fast nebenbei trug der Kirchheimer Teamkapitän mit seiner makellosen Dreierbilanz (4:4) maßgeblich zur traumhaften Teamquote der Knights von 59,3 Prozent (16:27) von der Dreierlinie bei. Andreas Hornig fungierte einmal mehr als zuverlässiger "Turm in der Schlacht": Neun geblockte Würfe waren als herausragendes Merkmal seiner Leistung vermerkt. Tim Burnette, der aufgrund seines Nasenbeinbruchs nur mit einer speziell angefertigten Gesichtsmaske spielen konnte, war durch die Einschränkung seines Gesichtsfelds doch stärker als erwartet in seiner Wirkung beeinträchtigt und kam nur phasenweise zur Geltung.

Auf Seiten des jungen Gastgeberteams trugen neben Harris hauptsächlich noch der 17-jährige Trainersohn und Jugendnationalspieler Horst Schmitz (19 Punkte, fünf Dreier in der ersten Spielhälfte) mit einer eindrucksvollen Vorstellung sowie Nick Larsen (16 Punkte) dazu bei, dass die knapp 100 Kirchheimer Fans länger um den Erfolg bangen mussten als ihnen lieb war. Nach stets ausgeglichener Partie mit wechselnder Führung, vermasselte sich Speyer in einer ganz entscheidenden Szene der Schlussphase die letzten Siegchancen und bot damit den Knights unverhofft die Möglichkeit, den Sack zuzumachen: Beim Stande von 77:84, in der 36. Minute, durften sich die Gastgeber trotz des in dieser Phase über sie hereinprasselnden Dreier-Feuerwerks von Kai-Uwe Kranz durchaus noch Hoffnungen machen, das Spiel zu kippen.

Doch dann beschwerte sich Speyers Oliver Krieger (zu) lautstark bei den Schiedsrichtern über einen Foulpfiff gegen sich und kassierte dafür zwei technische Fouls. Aufgrund dieser unbedachten Aktion erhielten die Knights vier Freiwürfe plus zusätzlichem Ballbesitz zugesprochen. Kuriosum am Rande: Das gegen Krieger ursprünglich gepfiffene Foul war bereits sein fünftes gewesen, sodass die beiden technischen Fouls dem Pfälzer Coach Horst Schmitz angelastet wurden. Folge: Nachdem Schmitz bereits in der ersten Spielhälfte ein technisches Foul kassiert hatte, musste er obwohl in dieser Szene ohne Fehlverhalten gemäß der Regeln nach dem dritten technischen Foul die Halle verlassen.

Niemanden in der Halle wunderte es, dass Kai-Uwe Kranz alle vier Freiwürfe verwandelte: die Partie war beim Stande von 77:88 gelaufen. Obwohl Pat Elzies Truppe in der restlichen Spielzeit recht unkonzentriert zu Werke ging, geriet der Knightsvorsprung bis zum 89:98-Schlussresultat nicht mehr in Gefahr.

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Stenogramm

VfL Kirchheim Knights:

Kranz (33 Punkte / 9 Dreier), McCray (10 Punkte / 10 Assists), Burnette (14 Punkte/3 Dreier), Wysocki (10 Punkte), Lenger (nicht eingesetzt), Peter Klemm (n.e.), Howard (6 Punkte), Tom Klemm (12 Punkte / 4 Dreier), Kesselring (2 Punkte), Hornig (12 Punkte / 10 Rebounds/ 9 geblockte Würfe).Speyer:

Larsen (16 Punkte / 2 Dreier), Kaufhold (n.e.), Lange (6 Punkte / 2 Dreier), Harris (21 Punkte / 3 Dreier / 8 Rebounds), Otshumbe (n.e.), Krieger (6 Punkte), Fischer (9 Punkte / 2 Dreier), Schmitz (19 Punkte, 5 Dreier), Pires (n.e.), Leber (12 Punkte / 1 Dreier)

Teamstatistik

Kirchheim:

30:59 Würfe (51 %), 16:27 Dreier (59%), 22:33 Freiwürfe (67 %), 27 Rebounds, 11 Ballverluste, 17 Assists, 9 Ballgewinne, 15 Fouls.Speyer:

33:71 Würfe (46 %), 15:29 Dreier (52 %), 8:15 Freiwürfe (53 %), 33 Rebounds, 11 Ballverluste, 16 Assists, 5 Ballgewinne, 23 FoulsViertelergebnisse

: 15:22, 31:23, 21:22, 22:31.Zuschauer:

650.