Lokalsport

Kreisliga A rückt immer näher

Bezirksligist VfL Kirchheim II verliert 0:1 – Gerstenberg in Rage

Langsam aber sicher verabschiedet sich die U23 des VfL Kirchheim aus der Fußball-Bezirksliga. Nach dem unglücklichen 0:1 (0:1) gegen den FV Neuhausen beträgt der Rückstand ans rettende Ufer bereits 14 Zähler. Ausgerechnet Ex-VfL-Kicker Antonino Singh versetzte der Verbandsliga-Reserve den Todesstoß.

VfL Kirchheim II (blaue Trikots) - Neuhausen
VfL Kirchheim II (blaue Trikots) - Neuhausen

Kirchheim. „Auch Neuhausen wäre heute schlagbar gewesen. Aber erst verschlafen wir die erste Hälfte und dann werden wir, wie fast jede Woche, regelrecht beschissen. Uns wurde unter anderem kurz vor Schluss erneut ein klarer Handelfmeter verweigert“, polterte VfL-Coach An­dreas Gerstenberg nach der Partie. Er geriet richtig in Rage.

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In den ersten 45 Minuten boten die Teckstädter Fußball zum Abgewöhnen. Neuhausen konnte ohne großen Aufwand die Partie kontrollieren. Die Gäste gingen dann, aus abseitsverdächtiger Position, durch einen schönen Kopfball von Antonino Singh in Minute 20 in Führung. Bis zum Seitenwechsel blieb die Partie auf einem überschaubaren Niveau ohne große Torraumszenen.

Die „kleinen Blauen“ kamen wie verwandelt und mit mehr Schwung aus der Kabine. FV-Keeper Andreas Temeschinko bekam alle Hände voll zu tun. Erst fischte er einen strammen Schuss von Deni Kalfic aus dem Winkel (60.), dann bot er sein ganzes Können mit einem Fußreflex gegen Tayip Abanoz auf (64.). Bei den Hausherren gesellte sich dann auch noch Pech im Abschluss dazu, als Mustafa Koc in der 71. Spielminute nur den Pfosten traf. Als ein sehenswerter Schuss von Daniel Cisternino knapp am Tor vorbeistrich (78.), und Ferhat Hamamci in derselben Minute einen fragwürdigen Platzverweis erhielt, waren die Kirchheimer vollends bedient. Trainer Gerstenberg wurde vom Unparteiischen auch noch auf die Tribüne verwiesen, obwohl der gegnerische Spielführer Hamdi Dagdelen dem Referee bestätigte, dass der wahrgenommene Spruch aus den Reihen des Publikums kam.

So musste Gerstenberg die nächste strittige Szene von weiter weg beobachten, als einem Neuhausener Spieler der Ball im Strafraum an die Hand sprang, die Pfeife jedoch stumm blieb (82.). „In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so präsent, da hat Kirchheim ordentlich Druck gemacht. Das war sicher ein glücklicher Sieg für uns“, gab FV-Trainer Robert Stadtmüller zu Protokoll. Geholfen hat’s dem VfL freilich wenig, die U23 geht nun ganz schweren Zeiten entgegen.wr

VfL Kirchheim II: Cenk – Uhlig (70. Yandemir), De Vivo, Köber, Marcelles – Cisternino, Cetin, Hamamci, Betzler (46. Abanoz), Kalfic – Cek.

FV Neuhausen: Temeschinko – Schneider (65. Ruis), Wrobel, Schaller, Huttenlocher – Lexa, Dagdelen, Mozer (80. Gruber) – Attorre, Hummel, Singh (85. Riccio).

Tor: 0:1 Singh (20.).

Gelb-Rote Karte: Hamamci (78.)

Schiedsrichter: Ramzi Yakoubi.

Zuschauer: 70