Lokalsport

Kriegen die Teckteams die Kurve?

Was ist mit den Teckteams in der Bezirksliga los? Diese Frage stellen sich derzeit die Fußballfans. Waren Notzingen und Jesingen vergangene Saison noch Bewerber um Meisterschaft und Aufstieg, dümpeln sie nun mit je bescheidenen sieben Zählern im Mittelfeld dahin. Die TSG Zell ist als Schlusslicht gar noch immer ohne jeden Punkt.

WALTER HALLER

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KIRCHHEIM Jeweils in Heimspielen will das Trio an diesem Wochenende nun endlich die Kurve kriegen. Sowohl Notzingen gegen Deizisau als auch Jesingen gegen Neckartailfingen haben dafür gute Chancen, während die Zeller gegen den SC Geislingen schon über sich hinauswachsen müssten, um wenigstens einen Punkt zu ergattern. Der Landesliga-Absteiger ist zusammen mit dem TSV Boll noch ungeschlagen und will natürlich auch den Zeller Berg stürmen. Spitzenreiter Boll (16 Punkte) büßte mit dem 3:3 gegen Köngen am Sonntag seinen ersten Punkt ein und trifft nun in Göppingen auf ein Team, das zwar ebenfalls zum Favoritenkreis zählt, dem jedoch mit nur neun Punkten bisher nicht gerecht werden konnte. Dennoch ist diese Partie der Schlager des Tages und die Truppe von Ezio Paladino wird zeigen müssen, was sie tatsächlich drauf hat, nachdem der SVG seine drei Heimspiele mit der imponierenden Tordifferenz von 15:1 gewann, dafür auswärts dreimal leer ausging. Ob wohl die 0:5-Pokalschlappe in Ebersbach beim SVG noch nachwirkt?

Sein drittes Heimspiel bestreitet der TSV Notzingen. Er hat dabei mit dem TSV Deizisau den besten der vier Aufsteiger zu Gast, der mit seinen elf Zählern auf Platz vier rangiert und am Vorsonntag mit dem 3:1 gegen den SV Göppingen für die Überraschung des Tages sorgte. So weiß die Mannschaft von Claus Maier, was sie erwartet, zumal sie nach der 1:2-Niederlage in Neckartailfingen einiges gutzumachen hat. "Beim momentanen Zustand meiner Truppe wäre ich gegen Deizisau mit einem Punkt zufrieden", gibt sich der TSVN-Coach bescheiden. Nach der Rotsperre für Ingo Schäfer und Ali Cenk und einigen Verletzten habe er derzeit nur zwölf Spieler im Kader. Hilfe aus der starken "Zweiten" kommt für ihn offensichtlich nicht in Frage. Nach dem schlechten Spiel bei der 0:2-Pokalniederlage beim B-Ligisten Jahn Göppingen gelte es, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, Ruhe reinzubringen, den Spaßfaktor wiederzufinden und mit Selbstvertrauen dem starken Neuling Deizisau zu begegnen. In dessen Reihen stehen mit Fabio Morisco und Dejan Majhen zwei Ehemalige des VfL Kirchheim.

Der Terminonkel will es, dass Jesingen regelmäßig auf Notzingens letzten Gegner trifft. Auch hier werden die Platzherren die Gäste wohl kaum unterschätzen, obwohl den Jesingern der 3:0-Sieg beim SV Esslingen sicherlich Selbstvertrauen gegeben hat, besonders den Stürmern, die endlich wieder trafen. Dies war auch beim Pokalspiel beim B-Ligisten Gruibingen am Mittwoch der Fall, wo die Jesinger mit einem 11:3-Schützenfest brillierten. "Neckartailfingen liegt uns nicht, mit denen haben wir schon seit Jahren Probleme", blickt Jesingens Coach Klaus Müller dem Sonntag entgegen. Wie schon in Gruibingen muss er auch am Sonntag die Urlauber Alexander Grillo und Dirk Augustin ersetzen. Bei seinem ausgeglichenen Kader sieht Müller darin jedoch keine Probleme. Er hofft, dem Angstgegner, gegen den in den letzten vier Punktspielen nur einmal ein Remis gelang, diesmal die Punkte abzunehmen.

Punkte gegen den Abstieg muss man gegen andere Gegner holen, darüber wird man sich am Zeller Berg im Klaren sein, wenn bereits morgen der SC Geislingen aufkreuzt. Schumacher und Co. müssten schon über sich hinauswachsen, um einen Zähler zu behalten. Zells Trainer Holm Weber sieht sein Team jedoch auf einem guten Weg, zumal am Sonntag auch die letzten Urlauber wieder zurück sein werden. Bei der 1:4-Niederlage beim SSV Göppingen habe man bis zum unnötigen Platzverweis von Alexander Häring gut ausgesehen und bei der 5:6-Pokalniederlage in Adelberg auch viel Pech gehabt. Weber hofft, dass sein Team die Durchschlagskraft der vergangenen Saison wiederfindet und allsbald die Rote Laterne abgeben kann.