Lokalsport

Krissler erliegt Neidlinger Avancen

Einige Highlights des vergangenen Spieltages lieferte die Kreisliga B. Die Top-Meldung des Spieltages ist jedoch der Wechsel von Dettingens Co-Trainer Volker Krissler zum TV Neidlingen.

JÜRGEN FIND

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KIRCHHEIM Nachdem der TSV Jesingen und die SGEH sich bereits am vergangenen Donnerstag duelliert hatten, stand am gestrigen Sonntag der TSV Notzingen im Rampenlicht der Teck-Vereine. Den 2:1-Erfolg in Uhingen nannte Coach Stefan Haußmann einen "moralischen Sieg", da die Mannen vom Eichert eine Stunde mit nur zehn Mann agierten. Trotz des Sieges und des Remis im Spitzenspiel Dürnau gegen Nürtingen, wollte Haußmann weiterhin nichts vom Relegationsplatz wissen: "Wir haben uns hierzu kein Ziel gesteckt und spielen ohne jeden Druck."

Auch wenn's in Jesingen am Wochenende keine Bezirksliga zu sehen gab, waren in den Lehenäckern mehrere Polizeiwagen und ein Krankenwagen zugegen. Im A-Jugend-Spiel zwischen Jesingen und dem TKSV Geislingen wurde Jesingens Spieler Michael Pankin nach dem Spiel, jedoch noch auf dem Feld, von seinem Gegenspieler und einem weiteren Geislinger Akteur mit Faustschlägen malträtiert. Angeblich wurde der Geislinger von Pankin provoziert. Der Jesinger Jugendspieler liegt derzeit noch im Krankenhaus. Diagnose: schwere Gehirnerschütterung und Jochbeinbruch. Über die Augenverletzung kann wegen der Schwellungen noch nichts gesagt werden. Jesingens Jugendleiter Hans Spielvogel rechnet hier mit einer Privatklage.

Die Topmeldung des Wochenendes kommt jedoch aus Neidlingen. Dort benannten die Verantwortlichen den neuen Trainer für die kommende Saison. Dettingens Co-Trainer und Urgestein Volker Krissler soll's künftig im Kirschtal richten. Klaus Moll, einer der vier aktuellen Interims-Trainer des TVN, war voll des Lobes ob der Dettinger Neuverpflichtung: "Er hat nicht nur die Trainer-B-Lizenz und hohe Qualitäten, er passt auch optimal zu uns." Auch Krissler zeigte sich bezüglich seiner neuen Aufgabe hochmotiviert: "Wir hatten ein gutes Gespräch in Neidlingen. Ich bin danach mit dem Fahrrad wieder heimgefahren. Als sich der TVN dann für mich entschieden hat, habe ich mich riesig gefreut."

Gegenüber früheren Lösungen soll Krissler in Neidlingen "nur" als Trainer fungieren. Auf Grund seiner vielen Verletzungen müsste seine aktive Zeit beendet sein. Auf tabellarische Ziele mit Neidlingen will sich der 31-Jährige noch gar nicht einlassen: "Erst mal muss bei Mannschaft, Trainer und Verein alles zusammenpasse."

Weniger zu lachen hatte der SV Nabern in Beuren. Beim Top-Spiel der Kreisliga B kassierte Nabern in der zehnten (!) Minute der Nachspielzeit einen Foulelfmeter, der zum 1:1 führte. Danach wurde erst gar nicht mehr angepfiffen. Naberns Rainer Kneile war entsprechend geladen: "Wofür hier so lange nachgespielt wurde weiß niemand. Zudem war das nie und nimmer ein Strafstoß." Der Naberner Funktionär sah schon vor der Verlängerung eindeutige Übervorteilungen für die Mannschaft aus dem Lettenwäldle.

Nicht minder gereizt war TG-Coach Constantino Giacobbe nach dem 4:4 gegen Schlierbach: "Der späte Ausgleich (90.) wundert mich nicht," ärgerte sich Giacobbe darüber, dass so lange nachgespielt wurde. "Die Herren, die hierfür verantwortlich sind, wissen Bescheid." Giacobbe war einer der "Hauptdarsteller" im Sportgerichtsverfahren, das die TG Kirchheim zuletzt 790 Euro Geldstrafe gekostet hat. Der Verein in Person von Abteilungsleiter Wolfgang Kretzschmar hatte angekündigt, gegen das Urteil beim WFV in Berufung gehen zu wollen.