Lokalsport

Kür und Pflicht gehen in die Hose

Basketball Der VfL verliert nach der Ligapleite in Derendingen auch das Bezirkspokalmatch in Kirchentellinsfurt.

Kirchheim. Rabenschwarzes Wochenende für Kirchheims Korbjäger: Gebeutelt von Personalproblemen hat die erste Mannschaft des VfL am Samstag in der Landesliga 63:85 beim TV Derendingen II und am Sonntag im Bezirkspokal 55:59 beim TB Kirchentellinsfurt verloren. Dadurch hat der VfL das Final Four verpasst.

Die Ausgangslage am Samstag: Alle drei Topscorer - Marco Gligoric (28,2 Punkte pro Spiel), Tim Auerbach (20,6) und Cveti Bozic (17,1) - waren verhindert, was das Auswärtsspiel beim Angstgegner TV Derendingen II eher zum Metzgersgang als zum sportlichen Wettbewerb machte. So gesehen hielt das Team der Spielertrainer Marco Wanzke und Dominik Eberle erstaunlich lange mit und lag zur Pause nur acht Punkte im Rückstand - 31:39. Ein 13:4-Lauf der Gastgeber klärte allerdings die Verhältnisse (35:52, 26.), und als sich dann auch noch Marco Wanzke das Sprunggelenk verstauchte, ging jegliche Hoffnung flöten. Positive Erkenntnis immerhin: Youngster Mirsad Haziri (19 Punkte) wächst immer mehr in eine tragende Rolle hinein. Das Landesligaspiel war allerdings nur die Pflichtaufgabe, und so sagte Wanzke nach dem Spiel: „Ich werde nun ausfallen, aber Marko, Tim und Cveti sind morgen dabei, um unser Pokalziel zu erreichen.“

Pokal-Aus in Kirchentellinsfurt

Von wegen: Marko Gligoric hatte sich beim Boxen am Zehen verletzt, nichts war’s mit der Rückkehr der glorreichen Drei. Beim Landesliga-Drittletzten TB Kirchentellinsfurt (erst fünf Ligasiege) sollte dennoch der Einzug ins Final Four um den Bezirkspokal möglich sein, doch die Angelegenheit gestaltete sich zäh. Die Gastgeber verteidigten von Anfang bis Ende sehr aggressiv, sodass der gute Start des VfL (10:4, 4.) bald Makulatur war. Kirchentellinsfurt übernahm beim 14:10 (9.) die Führung und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab. Jeder kleine Lauf des VfL wurde mit einem der Tübinger Vorstädter beantwortet, und so war drei Minuten vor Schluss beim 46:58 eigentlich alles vorbei - auch weil nach dem fünften Foul von Alexander Belitsis (30.) die Flügelspieler ausgegangen waren.

Cveti Bozic aber kämpfte wie ein Löwe und brachte seine Farben zu Beginn der Schlussminute auf 55:58 heran. Doch ein unnötiger Ballverlust und schlechte Würfe führten dazu, dass das Angebot der Gastgeber, die fünf Freiwürfe nacheinander vergaben, nicht angenommen werden konnte - der Traum vom Erreichen des Final Four war geplatzt.ut

 

VfL Kirchheim: Alanis (6; 1), Auerbach (-; 18/2), Belitsis (13/1; 0), Bozic (-; 20), Eberle (13; 5), Eder (0; -), Haziri (19/2; 11/2), Mauch (0; 0), Lowski (3; -), K. Wanzke (-; 0), M. Wanzke (8; -)

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