Lokalsport

Kurz vor Torschluss geht der Titel flöten

Schwarzer Tag für die Weilheimer Fußballer beim Heim-0:2 gegen den SC Geislingen

Schwarzer Tag für den TSV Weilheim: In einem durchschnittlichen Bezirksligaspiel verlor der Tabellenzweite mit 0:2 (0:0) gegen den SC Geislingen. Damit wurde die Meisterschaft und der direkte Landesliga-Aufstieg kurz vor Saison-Torschluss verspielt.

Weilheim. Die erste Chance hatte der SC Geislingen, doch der Schuss von Patrick Häberle stellte Weilheims Torhüter Bastian Treiber vor keine größeren Probleme. Nach 18 Spielminuten gab es Freistoß für den TSVW. Gaetano Caruana nahm Maß, doch SCG-Goalie Timo Schöffel konnte den Ball festhalten. Kurze Zeit später köpfte Weilheims Routinier Danell Stumpe nach einer Hartmann Ecke neben das Tor.

Der Aufsteiger versuchte in dieser Phase, den Druck auf das Tor der Eybachtäler zu erhöhen. Flügelflitzer Sebastian Cronauer war es, der in der eigenen Hälfte ein Solo über den halben Platz startete, doch am Ende fehlte ihm die Kraft – Schöffel konnte Cronauers Schuss im Nachfassen halten. Den Gästen gelang zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerte Torchance. Dafür hatte Weilheims Youngster Pascal Hartmann in der 45. Spielminute die größte Chance des Spiels zum 1:0. Doch er brachte den Ball völlig frei stehend vor dem bärenstarken Schöffel nicht im Tor unter.

Nach dem Seitenwechsel trauten sich die Geislinger etwas mehr zu, und in der 55. Minute fiel folgerichtig das 0:1. Eine Flanke aus dem Halbfeld landete genau vor den Beinen des Ex-Kucheners Jasmin Suvalic, die Weilheimer Abwehrreihe befand sich kurz vor dem offiziellen Sommerbeginn offensichtlich noch im Winterschlaf, und Stürmer Suvalic schob am chancenlosen Bastian Treiber vorbei ins Netz. Nach 60 Minuten eine Kopie des 0:1. Ein langer Ball von Pietro De Lucia landete punktgenau bei Burak Selcuk, und dieser ließ sich nicht zweimal bitten. Er netzte zum 0:2 für seine Farben ein.

Doch der TSVW erholte sich relativ schnell von diesem neuerlichen Schock. Nico Ruggiero fasste sich ein Herz, doch wiederum war Geislingens Torhüter Schöffel auf dem Posten und lenkte den 22-Meter-Schuss mit einer Glanzparade über das Tor (66.). Den anschließenden Eckball trat Pascal Hartmann, das Leder landete bei Nico Ruggiero, doch dessen Kopfball kratzte De Lucia von der Linie. Es blieb beim Zwei-Tore-Rückstand.

In der Schlussphase setzte der TSVW alles auf eine Karte. Trainer Alexander Hübbe brachte mit Nicola Incorvaia einen frischen Stürmer ins Spiel und der leitete die nächste Chance ein. Er setzte sich gekonnt gegen seinen Gegenspieler durch, passte mit der Hacke zum mitgelaufenen Hartmann, doch dieser scheiterte völlig frei stehend zehn Meter vor dem Tor an Teufelskerl Schöffel. Danach passierte nicht mehr viel, und am Ende hatte mit dem SC Geislingen die cleverere und vielleicht auch routiniertere Mannschaft die Nase vorn.

Jetzt hoffen die Weilheimer auf die Relegation und ihren schmerzlich vermissten Stürmer Kai Hörsting, der noch immer an einer hartnäckigen Leistenverletzung laboriert. sh

TSV Weilheim: Treiber – Wiesenmayer, Sigel, Strohmaier, Heisig – C. Cronauer, Ruggiero, S. Cronauer, Caruana – Hartmann, Stumpe(70. Incorvaia).

SC Geislingen: Schöffel – Barretta, Thierfelder, Gass, Schweizer (46. Kovacevic) – De Lucia, H. Mühlhäuser, Häberle, Selcuk (78. Temel) - Ponik (70. T. Mühlhäuser), Suvalic.

Tore: 0:1 Suvalic (55.), 0:2 Selcuk (60.).

Gelbe Karten: Ruggiero Heisig, Christian Cronauer.

Schiedsrichter: Christian Glatzer (SRG Aalen).

Zuschauer: 100.

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