Lokalsport

Kurzschluss in Hamburg

Vorerst ergebnislos verlief der zweite Wettkampftag in der ersten Bundesliga der Kunstturnerinnen für den VfL Kirchheim. Ein Kurzschluss zwang zum Abbruch des Wettkampfes in Hamburg.

HAMBURG So etwas hatten die Bundesligaturnerinnen des VfL Kirchheim noch nicht erlebt. Im letzten Gerätedurchgang gingen im Hamburger Sportzentrum Angerstraße die Lichter aus. Der letzte Durchgang für Hoffnungsthal, Karlsruhe-Söllingen und Stuttgart sollte gerade gestartet werden, als in der ganzen Halle das Licht auf einen Schlag ausfiel. Glücklicherweise kam dadurch niemand zu Schaden.

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Da das Problem allerdings nicht behoben werden konnte, musste der Wettkampf abgebrochen werden. Wie der Wettkampf gewertet wird, entscheidet der Vorstand der Deutschen Turnliga in einer für heute einberufenen Sondersitzung, da es für einen derartigen Fall bisher keine Statuten gibt. Während das Publikum und die Teams warteten, hatten sich Vereinsvertreter und die Wettkampfleitung um einen Bewertungsvorschlag dieses Hamburger Wettkampfes bemüht, der dem DTL-Vorstand vorgelegt werden wird.

Verheißungsvoller AuftaktDas Teck-Team begann am Boden mit einer gelungenen Übung von Pia Pohl (11,70 Punkte). Nina Deuschle (11,15), Lisanne Lichner (12,40), Daniela Flaig (12,75) und Dorothee Henzler (12,7) zogen nach und turnten ihr durchweg schwieriges Programm sauber durch. Hoch zufrieden wechselten die Turnerinnen zum Sprung. Nach dem Lisanne Lichner die Mannschaft in Hamburg verstärken konnte, erhoffte sich das Team um Herbert Leikov ein gutes Geräteergebnis und griff dementsprechend an. 52,15 Punkte waren eine gute Basis für den Kampf um den Klassenerhalt. Die beste Sprungnote erhielten Dorothee Henzler und Nina Leikov mit jeweils 13,20 Punkten. Die Ergebnisse dieser beiden Durchgänge katapultierten den VfL kurzfristig auf den dritten Platz.

Am Stufenbarren schlichen sich Flüchtigkeitsfehler ein, die vom Kampfgericht hart geahndet wurden. Lisanne Lichner zog sich am besten aus der Affäre (11,10). Das Mannschaftsergebnis (39,85) war ernüchternd. Das folgende Schwebebalken-Turnen stand noch unter diesem Eindruck. Die Turnerinnen kämpften und mühten sich, aber nur Caroline Riethmüller (11,40) und Daniela Flaig (11,65) brachten ihre Übungen ohne Absteiger durch. Somit blieb das Balkenergebnis (46,60) unter den Erwartungen. Bevor das Licht ausging, behaupteten sich die Kunstturnerinnen des TT Toyota Köln vor dem TT Stuttgart-Ulm an der Spitze. Das VfL-Team war wieder auf Platz sieben zurückgerutscht.

mp