Lokalsport

"Länderspiel-Atmosphäre"in der Teckhalle

Nach zwei ebenso grandiosen wie unerwarteten Siegen in der Handball-Verbandsliga wartet heute Abend um 20 Uhr mit dem HC Lustenau in der Teckhalle der nächste dicke Brocken auf den TSV Owen. Die SG Lenningen hingegen will am Sonntag (17 Uhr) bei der HSG Oberkochen/Königsbronn zu alter Stärke zurückfinden.

OWEN/LENNINGEN Nach dem zweiten Spieltag führt der TSV Owen zusammen mit dem TSV Heiningen und Mitaufsteiger TV Plochingen die Verbandsligatabelle an. Wohl kaum jemand hatte vor Saisonbeginn mit einem solchen Traumstart gerechnet. Nur vier Tage nach dem Sieg über Bartenbach bringen die Handballer aus dem österreichischen Lustenau einen Hauch Internationalität in die Owener Teckhalle. Nach ihrer knappen Niederlage in Bartenbach und einem klaren Sieg in Lenningen rangiert der HC derzeit im Mittelfeld der Tabelle. Vor allem der wurfgewaltige Rückraum überzeugte dabei in beiden Spielen.

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Doch auch der TSV Owen hat vor dem "Länderspiel" keinen Grund, sich zu verstecken. Vor allem die Abwehr zeigte sich im Vergleich zur letzten Saison zuletzt stark verbessert und war damit Garant für die Erfolge. Nachdem auch Markus Wahl wieder aus dem Urlaub zurück ist, kann Spielertrainer Christoph Winkler aus dem Vollem schöpfen. Alle Spieler sind topfit und brennen darauf, auch gegen den HC Lustenau die Punkte unter der Teck zu behalten.

Die SG Lenningen meldete sich zuletzt mit einem eindrucksvollen 30:25-Sieg gegen Team Esslingen zurück. Das kollektive Wir-Gefühl soll jetzt gegen die HSG Oberkochen/Königsbronn verlängert werden. Lenningens Mannschaftskapitän Steffen Kazmaier ist zuversichtlich: "Wir wollen in Königsbronn an die gute Leistung vom Spiel gegen Esslingen anknüpfen." Und die sah so aus: Ein Minimum an technischen Fehlern, fast keine Fehlwürfe und ein wiederentdecktes Gegenstoß-Verhalten. Die anfänglichen Abwehrschwächen wurden zudem durch gute Angriffsleistungen kompensiert. Das Schöne daran: Nahezu alle Lenninger Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen.

Zufrieden zeigte sich auch SG-Abwehrchef Jochen Renz: "Hinten und vorne stimmte die Einstellung. Wir müssen zu unserer früheren Spielweise zurückkommen, mit der aus einer starken Abwehr heraus das Spiel gewonnen wird." Da darf sich Renz, der zuletzt gegen Esslingen einen guten Abwehrpart lieferte, auch ein paar "Federn an den Hut stecken". Wie Lenningens Taktik in Sachen Abwehr greifen soll, wird erst nach dem Freitagabendtraining festgelegt. Beim Trip auf die Ostalb wird mit Interims-Coach Sebastian Baumann allerdings die "Leitstelle" auf der Bank fehlen. Für ihn werden Ralf Eberhard und der noch pausierende Marc Segeritz die Rolle übernehmen. Mehr Verantwortung wird auch Steffen Kazmaier zukommen. Er muss das Spiel noch stärker lenken als bisher.

Die HSG Oberkochen/Königsbronn hinterließ trotz ihrer Niederlagen gegen Plochingen (34:33) und Heiningen (34:23) einen guten Eindruck. Beim Aufsteiger-Duell gegen Plochingen war die Schönfelder-Sieben lange dominant und verlor etwas unglücklich. In Heiningen kam die HSG dann unter die Räder. Auch hier gibt es Parallelen zum Spiel der Lenninger vor zwei Wochen. Bis auf 22:26 kämpfte sich Oberkochen/Königsbronn heran und wurde dann in der letzten Viertelstunde von der TSV-Angriffswalze überrollt. Es ist zu erwarten, dass die HSG nach den zwei Nullrunden mit großer Motivation ins Spiel gehen wird, zumal vor heimischer Kulisse. Für beide Mannschaften ist dieses Spiel eine Premiere. Sie standen sich zuvor noch nie gegenüber. Was bisher von der HSG durchsickerte, wird als großes kämpferisches Potenzial beschrieben (Spielbeginn Sonntag, 17 Uhr, Herwartsteinhalle, Königsbronn).

br/döl

TSV Owen:

Carrle, Reckziegel; Baisch, Dunkel, Hoyler, Kazmaier, Kirchner, Krüger, Meißner, Schmidt, Sigel, Wahl, Winkler.

SG Lenningen:

S. Lamparter, Born; Austen, Baumann, Braunwarth, Brugger, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, C. Wiesinger, J. Wiesinger.