Lokalsport

Le-Mans-Erfolg für Henzler

Porschepilot beherrscht GT2-Klassement beim 24-Stunden-Klassiker

Es ist der Höhepunkt seiner bisherigen Motorsportkarriere und das an einem berühmten Ort: Die 78. Auflage des legendären 24-Stunden-Rennens von Le Mans war für Wolf Henzler am Wochenende ein gutes Pflaster. Der Porschepilot aus Zizishausen holte mit seinen Teamkollegen Marc Lieb (Ludwigsburg) und Robert Lietz (Österreich) den Sieg in der GT2-Klasse und landete im Gesamtklassement auf Platz elf.

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Le Mans. Für Henzler (MC Kirchheim), der in Le Mans zum dritten Mal an den Start ging, begann die Mission bereits am Montag zuvor mit der Fahrzeugabnahme, die in Le Mans schon mit viel Publikum zum Spektakel gerät. Für Henzler, Lieb und Lietz stimmten die Vorzeichen. Der 450 PS starke Felbermayr 911 GT 3 war bestens für den 13,88 Kilometer langen Rundkurs präpariert, wie sich nach den Trainingsläufen herausstellte.

Mit der fünften Startposition war Henzler nach dem Qualifying zufrieden. Die Poleposition beanspruchte das Peugeot-Team Pedro Lamy/Sebastian Bourdais/Simon Pagenaud. Den Start beim Felbermayr-Team übernahm der Schwabe Marc Lieb aus der 21. Startreihe. Zunächst fuhren alle drei einen einstündigen Stint, danach wurde alle zwei Stunden gewechselt. Mit konstanten Rundenzeiten brachte das Trio den Porsche immer weiter nach vorne. Einer der härtesten Konkurrenten Henzlers, der Flying Lizard Porsche von Jörg Bergmeister/Set Neimann/Darren Law, musste bereits nach fünf Stunden die Segel streichen, nachdem Law ins Kiesbett gerutscht und der Elfer nicht mehr zu reparieren war.

Die Nacht brach an und die Rundenzeiten blieben fast identisch. „In den Kurven waren wir etwas langsamer, dafür konnten wir auf den Geraden in der Nacht schneller fahren“, sagt Henzler. Vorne entbrannte der Kampf um die Spitze zwischen den Peugeots und den Werkswagen von Audi, die die schwächeren GT-Fahrzeuge etwa alle sechs Durchgänge überrundeten. Fünf Stunden vor Rennende führte Henzler, der frei von technischen Problemen blieb, das GT2-Feld an. Tankstopps und Reifenwechsel waren die Hauptaufgaben der Crews während der insgesamt benötigten 25 Stopps an den Boxen. „Einmal haben wir die Bremsbeläge sicherheitshalber getauscht“, erzählt Wolf Henzler. Das Trio fuhr bis zum Ende mit konstant schnellen Durchgangszeiten einen Vorsprung von zwei Runden auf den zweitplatzierten Ferrari F430 GT heraus und sicherte Porsche damit den 98. Klassensieg. Den dreifachen Gesamtsieg sicherte sich die Audi-Mannschaft mit ihren R15 TDI Prototypen. Die hoch favorisierten Peugeots fielen mit Motorschäden aus. es