Lokalsport

Lenhart fliegt knapp an Sieg vorbei

37 Piloten aus Deutschland, Tschechien und Schweden (darunter die tschechische Nationalmannschaft) hatten sich beim Internationalen Kunstflugpokal in Karlsbad nicht nur mit den Wettbewerbskriterien, sondern auch mit dem Linienverkehr im tschechischen Luftraum auseinanderzusetzen. Der Ohmdener Pilot Klaus Lenhart musste sich diesmal knapp dem Tschechen Martin Vecko geschlagen geben.

KARLSBAD Der anfliegende Linienverkehr über Karlsbad war ein ganz spezielles Handicap, das die Piloten in Tschechien erwartete. Von der Wettbewerbsleitung wurden alle Teilnehmer angewiesen, auf der Towerfrequenz zu bleiben, was natürlich die Konzentration in den Wettbewerbsflügen beträchtlich störte. Auch der Ohmdener Klaus Lenhart, der für die Kirchheimer Fliegergruppe Wolf Hirth startete, bekam dies zu spüren. Bei einer Wechselrollenkombination wurde eine Gegenrolle von Lenhart erst nach vier anstatt nach zwei Sekunden geflogen und deshalb nicht gewertet. Diese fehlende Figur kostete ihn am Ende 150 Punkte.

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Doch die Piloten lernten schnell und brachten den Tower-Lotsen mit dem "Aus"-Knopf zum Schweigen. Im zweiten Durchgang der Kür landete Lenhart seinen ersten Tagessieg mit 50 Punkten Vorsprung. In der ersten "Unbekannten", bei der ein Programm gefordert wird, das von den Piloten vorher nicht trainiert werden kann, wurde der Ohmdener mit nur drei Punkten Rückstand knapp Zweiter. Damit war klar: Die Entscheidung würde im letzten Durchgang fallen. Klaus Lenhart benötigte einen guten Flug und musste gleichzeitig auf einen Patzer des Tschechen Martin Vecko hoffen, um diesen in der Gesamtwertung noch abfangen zu können. Die zweite "Unbekannte" war schwieriger, doch am Ende hatte Lenhart mit 30 Punkten die Nase vorn. Martin Vecko handelte jedoch taktisch richtig und gab sich im entscheidenden Duell keine Blöße mehr. Ihm reichte ein zweiter Platz in diesem Durchgang für den Gesamtsieg.

Für Klaus Lenhart beginnen jetzt die Vorbereitungen auf die Kunstflug-Weltmeisterschaft im spanischen Burgos. Bei der WM vom 22. Juni bis 2. Juli auf der kastillischen Hochebene werden die 30 besten Piloten der Welt um Titel und Platzierungen kämpfen.

tb