Lokalsport

Lenharts "Air-Show"

Der für die Fliegergruppe Wolf-Hirth startende Ohmdener Klaus Lenhart hat die Internationalen Tschechischen Meisterschaften in Nové Mesto nad Metuj gewonnen.

NOVE MESTO Die feierliche Eröffnung fand in Anwesenheit von Mitgliedern des Parlaments im Schloss Nové Mesto statt und spiegelte das hohe Niveau der Veranstaltung wider. Bei hervorragenden Wetterbedingungen wurden pro Tag von den insgesamt 30 Piloten jeweils zwei Programme geflogen, was sowohl für die exzellente Organisation als auch die Disziplin der Piloten spricht. Die Belastung für die Piloten war mit zwei Programmen am Tag sehr hoch, vor allem das Ausfliegen von zwei vorher unbekannten Programmen am Freitag war mental äußerst schwierig.

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Bei der ersten Prüfung der Qualifikation, die die Startreihenfolge für die folgenden Programme festlegt der beste Pilot in der Qualifikation fliegt bei der nächsten Aufgabe als letzter belegte Klaus Lenhart den zweiten Platz hinter dem Tschechen Martin Muck, der einen hervorragenden Flug vorlegte. In der zweiten Aufgabe des Free-Programms konnte sich Klaus Lenhart die Einzelwertung sichern und übernahm damit die Führung in der Gesamtwertung. Beide unbekannten Programme, von denen das zweite erst vier Stunden vor dem Flug bekannt gegeben wurde, konnte Lenhart für sich entscheiden und die Gesamtführung ausbauen.

Am Samstag wurden zur Freude der Zuschauer dann die Vier-Minuten-Freestyle-Programme ausgetragen, in denen der Pilot all sein fliegerisches Können und alle Möglichkeiten seines Flugzeugs nutzen kann und innnerhalb von vier Minuten spektakuläre Kunstflugmanöver in seiner eigenen Choreografie sowohl den Zuschauern als auch den Punkterichtern vorführen kann. Diese Disziplin kann man auch als die "Air-Show" eines Wettbewerbs bezeichnen, bei der auch die Rauchanlage eines Flugzeugs benutzt werden darf. Vor allem die Figuren, bei denen sich ein Flugzeug um alle Achsen dreht und eigentlich teilweise nicht mehr gesteuert fliegt, begeistert die Betrachter. Auch diesen Wettbewerbsteil konnte sich der Ohmdener Pilot sichern.

Der Lohn der langen Anreise war ein vom Verteidigungsministerium der Tschechischen Republik gestifteter, 8,5 Kilogramm schwerer und über 50 Zentimeter hoher Glaskristall-Pokal, der für Klaus Lenhart nur ein Problem aufwarf: ihn unbeschadet zur Hahnweide nach Hause zu bringen.

pm