Lokalsport

Lenninger beißen sich die Zähne aus

Stark ersatzgeschwächt hat die SG Lenningen beim Tabellenvierten SG Schorndorf eine 26:30 (15:18)-Niederlage hinnehmen müssen. Ohne die verletzten Rückraumspieler Marc Bächle, Daniel Brugger und Jan Lamparter bissen sich die Gäste an der Abwehr der Gastgeber die Zähne aus.

SCHORNDORF Lenningen konnte keinen Angriffsdruck aufbauen, da die Bälle zu sehr in die Breite gespielt wurden. Da es auch an der nötigen Ballgeschwindigkeit fehlte, wurden die Schorndorfer in der Abwehr wenig gefordert. Zwingende Aktionen gingen meist vom Duo Kazmaier/Leitner aus. Ganz selten ins Spiel kam in der ersten Hälfte Christoph Wiesinger, der auf der Linksaußenposition zu viele "Standzeiten" hatte.

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Aus dem gebundenen Spiel lief beim Gast fast gar nichts. Da genügte den Schorndorfern eine mittelmäßige Leistung, um Lenningen auf Distanz zu halten. Sie konnten es sich sogar leisten, ihren Torjäger Tobias Hägele 20 Minuten auf der Bank schmoren zu lassen. Aber dafür war Markus Bärreiter auf der Linksaußenposition stark präsent: Viermal schön freigespielt, zog er die Bälle an SG-Keeper Markus Attinger vorbei ins Netz solch ein "Knipser" fehlte der SG.

Die Lenninger überboten sich in der ersten Hälfte mit Fehlwürfen oder scheiterten an Schorndorfs Keeper Jochen Hummel. In der 22. Minute war die SG nach Bärreiters 12:6 deutlich abgehängt. Torerfolge für die Gäste ergaben sich bei Kontern und nach Kreisanspielen. Hier zeigten sich Ricki Austen und Hagen Braunwarth abschlusssicher. Beim 11:13 (26.) war die Kiedaisch-Sieben wieder dran. Das höhere Spieltempo und die Ballsicherheit demonstrierte jedoch Schorndorf. René Biler und Tobias Hägele setzten die Akzente. Da blieb der 15:16-Gegentreffer (29.) von Austen nur eine Momentaufnahme. Denn beim Zwölf-Meter-Schlagwurf von Michael Baun sah sich Attinger mit seiner Abwehr im Tiefschlaf vereint und nach dem Halbzeitpfiff überlistete Hägele mit einem Freiwurftrick nochmals die SG-Defensive.

Geradezu traumatisiert von diesem Tor sah sich die SG-Abwehr bei den Treffern von Bärreiter und Dudium nur in der Beobachterrolle. Zu spät reagierte sie auf deren Wurfansätze. Glücklos agierten in der 33. Minute Renz und Leitner, die am Pfosten scheiterten und die Abpraller nicht an Hummel vorbeibrachten. Danach kam Wiesinger ins Spiel. Viermal hintereinander setzte er den Ball ins Netz. Lenningen war beim 19:21 (37.) wieder dran. Dass Wiesinger dann einen Strafwurf ausließ und Braunwarth eine Topchance neben das Tor setzte, gehörte zum wellenartigen Spiel der Gäste. Und hinten fehlte das "SG-Hirn" Steffen Kazmaier. Seine Ruhepause nutzten die Gastgeber und zogen wieder auf 24:21 (43.) weg.

Die offensive 4:2-Abwehr von Lenningen konnte die antrittsschnellen Biler, Hägele und Dudium selten halten. Ein stark verbesserter Attinger verhinderte einen höheren Rückstand. Noch einmal schöpften die Gäste Hoffnung, als Kazmaier mit einem Strafwurf auf 24:26 (50.) verkürzte. Da jedoch Lenningens Spielaufbau weiter auf wackligen Beinen stand, brachte Schorndorf den Sieg gut über die Zeit. Rätselhaft blieb, dass bei Lenningen in beiden Spielhälften die Grüne Karte nicht benutzt wurde.

döl

SG Schorndorf:

Hummel, Giese Hägele (9/2), Biler (6/1), Bärreiter (6), Baun (3), Dudium (3), Weiß (2), Römer (1), Dudenstädter, Kirchhof, Ordnung, Skrzypczyk, Theurer.SG Lenningen:

Attinger, Born Wiesinger (8/1), Austen (6), Braunwarth (4), Kazmaier (3/1), Leitner (2), Renz (2), Kirschmann (1), Haid, Schwohl, Wald.