Lokalsport

Lenninger Bus-Fete

27:21 – Österreich war eine Reise wert

Österreich war eine Reise wert für die Landesliga-Handballer der SG Lenningen: Bei Blau-Weiß Feldkirch gab‘s einen zumindest in der Höhe überraschenden 27:21 (14:12)-Sieg.

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Feldkirch. Eine Heimreise von Handballern im Bus kann recht lustig sein. Hauptsächlich dann, wenn damit ein Sieg verbunden ist. Ausgelassen, singend, feiernd: So begingen die SGL-Handballer denn auch die Rückreise ins Täle. Jeder war stolz, jeder war gut gelaunt.

Trotz vierstündiger Anreise gab es bei der SGL im Spiel keine Spur von Müdigkeit. Sie bestimmte das Geschehen und lag nur beim 4:2/6. im Rückstand. Von der Tribüne gab es hervorragende Unterstützung durch die SG-Trommler. Die Gastgeber versuchten mit breitem Angriffsspiel die SG-Abwehr auseinanderzuziehen. Das gelang einige Male recht gut. Franz Philipp hielt Blau-Weiß im Spiel und am Kreis war der 1,95-m-Riese Bernhard Grissmann schwer auszuschalten.

Auf diese beiden reduzierte sich die Feldkircher Torgefährlichkeit. BW-Trainer Guyla Csuti sah das Ganze so: „Meine Mannschaft hat unkonzentriert gespielt. Es hat nichts funktioniert.“ Angesprochen darauf, dass Feldkirch gleichzeitig Relegationsspiele zur österreichischen Regionalliga austrägt und somit eine Doppelbelastung hat, meinte er nur: „Wir konzentrieren uns voll auf die Landesliga.“

Daran änderte sich auch nichts, als er in der 15. Minute eine Auszeit nahm. Ricki Austen hatte gerade per Strafwurf 10:8 vorgelegt. Aber es war noch mehr möglich: Marc Bächle, Jan Lamparter und Hagen Braunwarth trafen nicht. Dafür hatten Ricki Austen, Christoph Wiesinger und Timo Haid hohe Angriffseffizienz. Haid erzielte im Fallen die 14:12-Halbzeitführung.

Kalt erwischt wurden die Gastgeber nach dem Seitenwechsel. Steffen Kazmaier, Christoph Wiesinger und Timo Haid warfen einen 17:12-Vorsprung heraus. Und dann hielt Matthias Attinger einen Strafwurf. Das sollte Sicherheit geben. En typischer Fall von denkste: Drei technische Fehler in Folge, und Feldkirch war plötzlich wieder da – 15:17/41. Was vorne misslang, bügelte Attinger hinten wieder aus. Er hielt noch zwei weitere Strafwürfe. Blau-Weiß wollte dagegenhalten und wurde von einer immer besser arbeitenden Abwehr ausgebremst. Holger Kiedaisch erklärte es so: „Wir haben sehr gut im Kollektiv gearbeitet und die Angreifer rechtzeitig gestellt.“ Hinten gut und vorne verbessert: das SGL-Spiel in Feldkirch.

Lenningen war ab der 50. Minute nicht mehr aufzuhalten. Ein frecher Austen-Dreher zum 22:18 und die Tore von Wiesinger und Lamparter sahen Lenningen 24:19/53. vorne. Feldkirchs Trainer Csuti versuchte noch, mit verschiedenen Abwehrformationen das Spiel zu drehen – vergeblich. Auch deshalb, weil Feldkirch in den letzten zehn Minuten noch drei Hinausstellungen hatte. Die Räume nutzten Austen, Wald und Wiesinger zum 27:21-Endstand.

Schlusskommentar von Holger Kiedaisch: „Ich hatte heute immer das Gefühl, dass wir gewinnen.“ döl

Feldkirch: Satzinger, A. Hintringer; Philipp (7/2), Grissmann (6/3), Veit (3), F. Hintringer (2), Deutschmann (1), Fulterer (1), C. Hiltringer (1), Brunner, Obradovic, Ulmer

SG Lenningen: Attinger, Born; Wiesinger (8/2), Austen (7/2), Haid (3), Lamparter (3), Kazmaier (2), Renz (2), Wald (2), Bächle, Braunwarth, Kirschmann