Lokalsport

Lenninger verlieren Kopf und Spiel

Bezirksliga-Aufsteiger TSV Köngen erkämpft sich im Täle einen 25:22-Sieg

Nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit desolaten Leistung haben die Bezirksligahandballer der SG Lenningen gegen Hinterbänkler TSV Köngen eine schmerzliche 22:25 (14:10)-Niederlage einstecken müssen – gegen den Tabellenneunten war eigentlich ein Pflichtsieg eingeplant.

Schieflage: Nicht die SG-Handballer mit Philipp Müller, sondern Underdog TSV Köngen gewann das Bezirksligamatch in der Lenninger
Schieflage: Nicht die SG-Handballer mit Philipp Müller, sondern Underdog TSV Köngen gewann das Bezirksligamatch in der Lenninger Sporthalle. Foto: Daniel Kopatsch

Lenningen. Nach der 23:39-Klatsche gegen Tabellenführer TSV Dettingen vorvergangenes Wochenende war ein Heimsieg gegen den Aufsteiger aus Köngen eigentlich Pflicht, um weiter um die vorderen Plätze zu kämpfen und an den Rivalen aus Owen und Weilheim vorbeizuziehen. Doch ohne Schopp, die beiden Ringelspacher-Brüder und Austen waren die Voraussetzungen denkbar ungünstig. Kurios: Obwohl der ebenfalls ersatzgeschwächte TSV Köngen das Spiel sogar hatte verlegen wollen, erschien der Aufsteiger trotzdem mit komplettem Kader in der Lenninger Sporthalle.

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Den besseren Start fanden wie in fast jedem Spiel die Lenninger, die nach einem 4:4 auf 9:5 davonzogen. Aus einer soliden Abwehr konnte man immer wieder über die zweite Welle die Gästeabwehr noch in der Rückwärtsbewegung knacken und mehr oder weniger unbedrängt zum Erfolg kommen. Lediglich über Rückraumwürfe kam der TSV Köngen im ersten Durchgang zum Erfolg, biss sich aber oft an der SG-Abwehr die Zähne aus – zehn Gegentore zur Pause sprechen eine deutliche Sprache. Lediglich im Angriff gingen die Gastgeber gegen Ende der ersten Halbzeit zu fahrlässig mit ihren Chancen um und hielten so den TSV Köngen weiter im Spiel.

Allerdings wendete sich im zweiten Spielabschnitt das Blatt. Aus einem 14:10-Vorsprung der SG wurde nach dem Seitenwechsel ein 14:14 und das Spiel war wieder vollkommen offen. Auch wenn die SG danach wieder auf drei Tore zum 18:15 davon zog, wurden alle Lenninger Spieler inklusive Trainer Michael Rehkugler zunehmend hektischer. Struktur- und kopflos war das Angriffsspiel der Gastgeber. Ohne klare Spielzüge und ohne Anweisungen von der Bank fiel den Gastgebern nichts ein, um die nun immer offensivere Abwehr der Gäste zu knacken.

Auf der anderen Seite zeigten die Gäste um Trainer Schmauk großen Kampfgeist und belohnten sich selbst für ihren Einsatz. Erst beim 19:21 aus Lenninger Sicht wurde den Gastgebern der Ernst der Lage bewusst. Doch zwei vergebene Strafwürfe und zwei weitere ausgelassene Chancen verbauten den Weg auf einen möglichen Punktgewinn und rundeten die desolate Vorstellung in der zweiten Halbzeit ab.

Nach dieser schmerzhaften Niederlage muss sich die SG in den kommenden Spielen steigern, um wieder Punkte einfahren zu können. Chance auf Wiedergutmachung gibt‘s am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim Tabellendritten SG Hegensberg-Liebersbronn.as

SG Lenningen: Carrle, Lamparter – Bächle (3), Schmid (3), Rieke (4), Renz (1), Müller (1), Haid (3), Walddörfer (1), Bächle (4/1), Pisch (2), Born

TSV Köngen: Schettler – Bandes (2), Lindner (2), Trautwein (1), Widmann (5), Ottendörfer (2), Ziegler (3), Pupin (5), Denzinger, Wolftun, Walter (1), Rieger (4), Martin