Lokalsport

Lenninger vor Trip in Alpenrepublik

Nach ihrem gelungenen Saisonstart wartet auf die Handballer der SG Lenningen in der Verbandsliga heute Abend eine internationale Prüfung: Die Rieke-Sieben muss beim Österreich-Vertreter HC Lustenau antreten.

LENNINGEN Auch die Vorarlberger sind gut in die neue Saison gestartet und empfehlen sich mit Siegen über Altenstadt (28:25) und Biberach (30:26). Der HC Lustenau, letztjähriger Vizemeister in der Landesliga-Staffel, hat die Option wahrgenommen und um den Aufstieg in die 2. österreichische Bundesliga gespielt. Nach dem dortigen Scheitern setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Nezezon in der HVW-Qualifikation gegen den TV Bittenfeld 2 durch.

Anzeige

Wieso spielen österreichische Mannschaften in einer deutschen Punkterunde mit? Das hängt mit der geografischen Lage Vorarlbergs zusammen. Egal ob Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Hard oder Lustenau diesen Mannschaften wäre es vor allem in den Wintermonaten nicht zuzumuten, weite Entfernungen mit teilweise gesperrten Pässen zurücklegen zu müssen. So regelte der HVW den kleinen handballerischen Grenzverkehr mit einem Gastspielrecht, das bis auf Bezirksebene hinunterreicht.

Den Trip ins Nachbarland hat schon Lenningens Torwart-Denkmal Otto Leitner Mitte der Siebzigerjahre mitgemacht, als der TSV Oberlenningen noch im baden-württembergischen Oberhaus beheimatet war. Leitner hat gute Erinnerungen an die Spiele gegen Bregenz und Dornbirn: "Wir haben da immer gewonnen." Ein gutes Omen vor der heutigen Aufgabe? Für die SG ist Lustenau jedenfalls ine unbekannte Größe. Bruno Rieke ist mit Spielberichtsmaterial versorgt worden und hat dementsprechend sein Team eingestellt. "Wir gehen ganz befreit in dieses Spiel. Da, wo wir gegen Esslingen aufgehört haben, wollen wir anknüpfen." Drei Akteure auf Lustenauer Seite müssen die Lenninger besonders im Blick behalten: Lucas Mayer, Daniel Nezezon und Ex-Nationalspieler Manfred Messner. Der international erfahrene Kreisläufer wurde für Altenstadt zuletzt zum Albtraum. Wenn es der SG gelingt, dieses "Dreieck" erfolgreich zu stören, dürfte die Stimmung im Bus bei der Rückfahrt prächtig sein.

Der HC Lustenau überzeugte in den bisherigen Spielen vor allem durch eine konsequente Chancenauswertung. Ein besonderes Merkmal der Vorarlberger ist das kultivierte Angriffsspiel. Bei der SG fehlt Urlauber Jörg Tombrägel. Für ihn rückt Benjamin Queste als zweiter Torhüter in die Mannschaft. Der Kirchheimer Jugendreferent Jochen Leitner ist zudem beruflich verhindert (Spielbeginn 19.30 Uhr, Sporthalle Lustenau).

döl

SG Lenningen:

S. Lamparter, Queste; Baumann, Braunwarth, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Renz, Rudolph, Schwohl, Segeritz, C. Wiesinger, J. Wiesinger.