Lokalsport

Letzte Chance für den TSV Weilheim

Lenninger Landesligahandballer beschwören gegen Waiblingen II den „Geist von Alfdorf“

Vier Spieltage vor Saisonende wird die Luft für die Landesligahandballer des TSV Weilheim immer dünner. Nur ein Sieg beim TSV Alfdorf morgen kann den Absturz in die Bezirksliga verhindern. Unter Druck steht auch die SG Lenningen im heutigen Heimspiel gegen den VfL Waiblingen II.

Lenningen/Weilheim. Den Lenningern hat der Auswärtssieg in Alfdorf am vergangenen Sonntag (33:30) neues Selbstvertrauen gegeben. Man sah deutlich, dass die SG im Welzheimer Wald um jeden Zentimeter Hallenboden kämpfte. Diese Einstellung ist auch heute gegen den VfL Waiblingen II (als Tabellensechster mit fünf Zählern Vorsprung auf die SG bereits gerettet) gefordert. Im vorletzten Heimspiel muss das Täles-Team nochmals ans Limit gehen – das Thema Klassenerhalt ist trotz des Erfolgs von Alfdorf nämlich noch lange nicht vom Tisch (siehe Infowinkel).

Den SG-Fans ist sicher noch das Vorrundenspiel in Erinnerung, als nach einer schwachen ersten Halbzeit Kazmaier und Co. eine furiose Aufholjagd starteten, um dann doch noch 33:34 zu verlieren. Die individuelle Klasse der regionalligaerfahrenen VfL-Topwerfer setzte sich durch. Einem Alexander Schmidt oder Marc Jung, die beide zuletzt der HSG Ostfildern zusetzten, müssen die Laufwege eng gemacht werden. Die SG-Abwehr verschlief in Waiblingen die Startphase und geriet schnell in Rückstand.

Um sich die gute Ausgangslage im Abstiegskampf zu erhalten, ist eine totale Präsenz von der ersten Minute an gefordert. Das Trainerteam Kie­daisch/Schlenk appellierte unter der Woche im Training an die Mannschaft, den Siegeswillen, die Einstellung und den Kampfgeist vom Alfdorf-Spiel abzurufen. Spielbeginn ist heute um 20 Uhr in der Sporthalle Lenningen.

Den krisengeschüttelten Handballern des TSV Weilheim bietet sich morgen um 17 Uhr beim TSV Alfdorf die vermutlich letzte Chance, um dem Abstieg in die Bezirksliga doch noch zu entkommen. Doch die Alfdorfer waren in den vergangenen Jahren zu Hause stets eine harte Nuss für die Weilheimer. Zudem spüren sie nach der Niederlage gegen Lenningen ebenfalls die kalte Luft im Tabellenkeller. Das Hinspiel unter der Limburg entschieden die Alfdorfer mit 31:27 für sich, läuteten so eine sechs Spiele währende Niederlagenserie der Weilheimer ein, die ihren Höhepunkt bei der 33:50-Klatsche gegen den TV Bittenfeld II fand.

Doch auch die Alfdorfer, zur Hinrunde noch als Spitzenteam gehandelt, stehen mit mittlerweile nur zwei Punkten Vorsprung auf die Mannschaft von TSVW-Trainer Beichter mitten im Abstiegskampf. Für Beichter galt es nach der Niederlage gegen Ebersbach/Bünzwangen am vergangenen Sonntag (27:31), neuen Mut zu verbreiten. Hätte man nicht ausgerechnet in diesem Spiel einen Durchhänger gehabt, stünden die Vorzeichen wesentlich besser. Verzichten muss der TSVW auf Marco Schill, der sich im Urlaub befindet. Ein sicher herber Verlust, den Volker Allgaier kompensieren soll.

Alfdorf geht trotz der Niederlage gegen Lenningen als Favorit in die Partie, aber die Weilheimer spielen durchaus auf Augenhöhe. Dennoch muss das Limburg-Team auch auf gleichzeitige Patzer der Abstiegskonkurrenz hoffen. döl/tk

SG Lenningen: Attinger, Born – Austen, Braunwarth, Brugger, Haid, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, Wald, Wiesinger

TSV Weilheim: Rehkugler, Bierbaum – Zettl, T. Sigel, Seyferle, Mauch, Allgaier, Rödig, Bachofer, S. Sigel, Auweter, Bächle

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