Lokalsport

Letzte Korrekturen an der Zwischenbilanz

Handball-Bezirksliga: Die SG Lenningen und der TSV Weilheim mit letzter Chance zum Punktesammeln in diesem Jahr

Jahresabschluss für die beiden Teckvertreter in der Handball-Bezirksliga, und beide wollen den Rückenwind der vergangenen Woche nutzen. Der Tabellenzweite SG Lenningen empfängt morgen die HSG Ebersbach/Bünzwangen. Der TSV Weilheim ist heute Abend beim Tabellennachbarn TSV Denkendorf um ruhige ­Weihnachten bemüht.

SG Lenningen - TuS Stuttgart (rotes Trikot)Robin Renz
SG Lenningen - TuS Stuttgart (rotes Trikot)Robin Renz

Lenningen/Weilheim. Manchmal kommt es knüppeldick: Bei der SG Lenningen ist der Trainernotstand ausgebrochen. Nachdem sich Chefcoach Klaus Wöller nach seiner Hüft­operation noch in der Reha befindet, fiel auch sein Co-Trainer Jochen Renz im Training unter der Woche mit Hexenschuss aus. Der Plan B hieß Harry Schmid, und der weiß durchaus, wie die Jungs ticken. Schließlich hat er beim Überraschungscoup gegen den TuS Stutt­gart mit Jochen Renz an der Außenlinie gestanden. Wer Renz kennt, weiß, dass er im morgigen Heimspiel gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen wieder dabei sein wird.

Anzeige

Beide Verantwortlichen waren sich einig: Mit einer Leistung wie gegen Stuttgart müssten nach dem letzten Spiel in diesem Jahr eigentlich zwei Punkte unter dem Weihnachtsbaum liegen. Für Harry Schmid war die 24:29-Hinspielniederlage in Ebersbach ein Ausrutscher. „Das war noch früh in der Saison. Die haben uns schlichtweg auf dem falschen Fuß erwischt.“

Gegen die HSG sind am Sonntag schnelle Beine gefragt. Die Gäste setzten mit ihrer offensiven Abwehr der SG mächtig zu. „Da sind dann unsere Kreisspieler gefordert“, meint Schmid, der weiterhin den zweiten Tabellenplatz fest im Visier hat. Deshalb sagt auch Rechtsaußen Timo Haid: „Wenn wir vorne mitspielen wollen, müssen wir gewinnen“. Die Voraussetzungen dafür wären gut. Oliver Ringelspacher ist wieder fit und auch Marc Pisch hat sich wieder zurückgemeldet (Spielbeginn Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Lenningen).

Der TSV Weilheim, der heute Abend beim TSV Denkendorf antreten muss, hat nach zwei Siegen wieder Anschluss ans Tabellenmittelfeld gefunden. Mit einem Sieg heute könnte der Tabellenachte mit einem ausgeglichenen Punktekonto in die Weihnachtspause gehen. Trotz des aktuell ruhigen Fahrwassers sind die Turbulenzen der Hinrunde, in die die Weilheimer nach verkorkstem Saisonstart geraten sind, nicht vergessen. Und mit Blick auf die Tabelle auch noch lange nicht überstanden. Gegen eben diesen TSV Denkendorf begann die Saison zu Hause mit einem verheißungsvollen 32:24-Erfolg, der viele Anhänger schon von einer glanzvollen Saison träumen ließ. Was folgte waren Verletzungen und wenig überzeugende Auftritte. Erst in den letzten beiden Begegnungen stimmte der Kurs.

Im Rückspiel gegen den Tabellennachbarn aus Denkendorf bietet sich nun die Chance, ein positives Signal für das kommende Jahr auszusenden. Die Gastgeber stehen mit zwei Punkten Differenz hinter den Weilheimern auf dem Relegationsplatz um den Abstieg. Damit geht es nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um den unter Umständen wichtigen direkten Vergleich beider Mannschaften. Die Limburgstädter hätten also die Chance, mit einem Sieg die Denkendorfer sehr wahrscheinlich hinter sich zu lassen und sich im Mittelfeld zu etab­lieren. Für die Gastgeber ist die Luft wesentlich dünner. Für sie wäre eine Niederlage ein schwerer Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg.

Unter diesen Vorzeichen erwartet die Zuschauer beider Seiten heute Abend wohl ein kampfbetontes Spiel. Beide Mannschaften zeichnet ihre Defensivarbeit aus, im Angriff wird die Tagesform entscheidend sein. Die Personaldecke auf Weilheimer Seite ist äußerst dünn: Torhüter Bernard Illi fällt mit einer Schulterverletzung aus. Ebenso Florian Mauch, der sich im Training den Mittelfuß brach. Benjamin Banzhaf laboriert an einer Erkältung, wird jedoch wie A-Jugendspieler Florian Braun wohl den Rückraum verstärken müssen. In Weilheim will man die Chance nutzen, aus dem Tabellenkeller zu kommen. Nur dann besteht Aussicht auf einen ruhigen Rückrundenstart und eine friedliche Abteilungsweihnachtsfeier in der kommenden Woche.döl/tk