Lokalsport

Letzte Reifeprüfung vor Winterpause

50 Prozent auf dem Weg zurück in die Oberliga hat Spitzenreiter VfL Kirchheim bereits zurückgelegt, mit der morgigen Rückrundenauftakt-Partie gegen den Neuling FC Gärtringen (Anpfiff um 14 Uhr) beginnt der zweite Part des hehren Unterfangens.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Nach der Erfolgsstory des Sommer und Herbstes nun ein Wintermärchen? Der VfL Kirchheim ist der Verwirklichung seines fußballerischen Traums ein Stück nähergekommen. Das jüngste 3:0 über den SV Baustetten und weitere Partien in dieser Saison haben bestätigt, dass die Kirchheimer in dieser Saison gereift sind.

"Es gab in dieser Runde bisher fast kein Spiel, in dem wir nicht ein Übergewicht hatten und uns mehr Chancen herausspielten, als der jeweilige Gegner", betont Trainer Michael Rentschler. Dazu kommt die bekannte Defensivstärke. Auch wenn für Abwehrspieler Andreas Mayer nach seinen anhaltenden Problemen im Adduktorenbereich das Fußballjahr 2006 gelaufen ist, dürfte die Vorzeigeabteilung der Kirchheimer Verbandsligakicker morgen erneut ein schwer zu knackendes Bollwerk sein. Für Mayer wird aller Wahrscheinlichkeit nach Mittelfeldakteur Ferdi Er zurück in die Innenverteidigung beordert.

Mayer wird fehlen Angreifer Tiago Santos-Araujo möglicherweise auch. "Ein wenig Hoffnung habe ich allerdings noch, dass er doch noch fit wird", sagt Rentschler. Falls nicht, stehen wie zuletzt Feriz Meha, Pavel Ferenz und Ali Kütri in den Startlöchern. Trotz möglicher Personalprobleme: Die Kirchheimer sind gegen den Aufsteiger klar favorisiert. Das Hinspiel im vergangenen August endete dank eines starken VfL-Schlussspurts 3:1 (VfL-Torschützen: Feriz Meha, Ferenz und Kütri). Alles spricht für den VfL, owohl Rentschler von den jüngsten Taten des FC Gärtringen angetan ist. Dem 2:2 gegen den hartnäckigsten VfL-Verfolger TSV Schwieberdingen folgte am vergangenen Samstag ein glattes 3:0 in Illertissen. Die Kirchheimer hatten sich dort eine Woche eher bekanntlich zu einem 1:1 gemüht.

"Seit die Gärtringer ihre Verletztenliste reduziert haben, scheint es besser zu laufen", warnt Rentschler, "zudem haben sie mit Martin Oßwald einen Ausnahmefußballer für diese Liga." Dem Spielgestalter mit der Rückennummer 10 dürfte somit auch das Hauptaugenmerk der VfL-Kicker gelten. Trotz der jüngsten Achtungserfolge: Der FC ist nach wie vor ein Abstiegskandidat. Nur 13 Punkte gab es aus bislang 14 Spielen, die Nachholpartie bei Olympia Laupheim wird am 16. Dezember ausgetragen.

Geradezu paradiesische Verhältnisse bezüglich Zählerstand dagegen in Kirchheim und zu den 31 bislang gesicherten Punkten sollen morgen noch drei weitere kommen. Was auch nötig sein dürfte, denn auch der Tabellenzweite TSV Schwieberdingen (gegen den FSV Bissingen), wie der Dritte, die SpVgg Au (in Dorfmerkingen), stehen nicht gerade unlösbaren Aufgaben. Ob es eine Saisonpremiere auf dem Kunstrasenplatz oder doch einen Auftritt im Stadion geben wird, ist derweil noch offen. Trainer Michael Rentschler sieht diese Frage leidenschaftslos. "Angesichts des Zustandes des Hauptplatzes ist es mir wirklich egal, wo wir spielen." Wobei der VfL bei Partien auf dem heimischen Kunstrasen auch schon zu früheren Zeiten das Punktesammeln nicht gerade vernachlässigt hat.

Fast drei Monate werden dann vergehen, bis die Kirchheimer nach der Winterpause die Hatz auf den Titel fortsetzen werden: am 3. März in Ravensburg. Als Tabellenführer?

VfL: Gühring Kutscher (Fuchs), Er, Grimm, Eisenhardt Alban Meha, Polat, Heilemann, Raspe, Isci F. Meha (Santos-Araujo).