Lokalsport

Letztes Aufgebot findet den Vorwärtsgang

Mit einem 4:2 (2:1)-Erfolg gegen den SV Spielberg bleibt der VfL Kirchheim in der Fußball-Oberliga im dritten Spiel in Folge ungeschlagen. Positiv auch für die Vertragsverhandlungen, die auf Hochtouren laufen. Uwe Beran unterschrieb bereits einen Zweijahresvertrag bis 2012 und mit Antonio Tunjic, dem nach langer Verletzung sein erstes Tor in diesem Jahr gelang, wird am Dienstag verhandelt.

KLAUS-DIETER LEIB

Kirchheim. „Es tut mit leid für unsere Zuschauer, aber auf diesem Rasenplatz ist kein besserer Fußball möglich“, war VfL-Trainer Thomas Stumpp mit der spielerischen Vorstellung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden. Hinzu kam, dass die Teckstädter fast mit dem letzten Aufgebot antreten mussten, denn kurzfristig fielen auch noch Marcel Hofbauer (Bronchitis) und Armin Ohran (Zerrung) aus. Damit standen Stumpp nur drei Auswechselspieler zur Verfügung, was sich vor allem in der Anfangsphase der Begegnung bemerkbar machte.

Die Teckstädter taten sich lange Zeit schwer, nennenswerte Torchancen herauszuspielen. Die erste echte Einschussmöglichkeit hatte der SV Spielberg durch einen Freistoß von Marius Mößner, der aber von VfL-Keeper Denis Jercic glänzend pariert wurde (21.). Jercic hatte überraschend den Vorzug vor Stammkeeper Michael Stowers bekommen. „Ich wollte Denis für seine tolle Trainingsarbeit über die gesamte Saison belohnen“, begründete Stumpp seine Entscheidung. Eine Minute später war der 20-Jährige dann allerdings machtlos. Nachdem sich der Spielberger Stürmer Marius Schäfer gegen die Kirchheimer Abwehr glänzend durchgesetzt hatte, musste dieser das Leder nur noch am herauslaufenden Torhüter zum 1:0 vorbeischieben (22.).

Der VfL Kirchheim wirkte nach dem überraschenden Rückstand wie beflügelt. Plötzlich ergaben sich gute Einschussmöglichkeiten. Zunächst scheiterte Marcel Ziegler an einem Spielberger Abwehrbein (24.), kurz darauf hatte auch Christian Kuhn kein Glück, als dieser das Kunststück fertig brachte, aus sechs Metern völlig frei vor dem Gästetor das Leder nicht über die Linie zu bringen (35.). In der Folgezeit sollte gerade Kuhn zum entscheidenden Spieler werden. Nach seiner Freistoßvorlage erzielte Manuel Horeth den 1:1-Ausgleich (36.), und nach Kuhns toller Vorarbeit brauchte Marcel Ziegler nur noch den Kopf hinzuhalten und es stand 2:1 (44.). Was Ziegler danach ganz besonders freute: „Ich habe schon viele Jahre kein Kopfballtor mehr erzielt.“

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste fast einen Auftakt nach Maß, als Spielbergs Mannschaftskapitän Marius Mößner nach einem sehenswerten Solo die große Chance vergab, schon nach wenigen Minuten den Ausgleich zu erzielen (48.). Die Gäste waren im zweiten Durchgang zunächst die bessere Elf und kamen durch einen verwandelten Foulelfmeter von Mößner dann doch zum verdienten Ausgleich (61.), doch keine zwei Zeigerumdrehungen später erzielte Marcel Helber mit einem platzierten Flachschuss die erneute Kirchheimer Führung (63.).

Beim zweiten Foulelfmeter hielt sich Mößner dann nicht an das bekannte Sprichwort, wonach der Gefoulte nicht selbst zum Elfmeterpunkt schreiten sollte. Mößner vergab erneut die große Chance zum Ausgleich (72.). Nur drei Minuten später zeigte Schiedsrichter Dominik Bartsch erneut auf den Punkt, nur dieses Mal für den VfL Kirchheim. Antonio Tunjic hatte diesmal mehr Glück, wenngleich erst beim zweiten Versuch. „Ich wollte es mit einem Heber versuchen weil der Torwart so groß war“, meinte Tunjic scherzhaft nach seinem schwach getretenen Strafstoßversuch. In der Schlussphase verpassten die Teckstädter schließlich noch einen deutlicheren Erfolg.

VfL Kirchheim: Jercic – Eisenhardt, Er, Kauffmann, Hertel – Ziegler (77. Aydar), Helber, Polat, Kuhn (54. Huttenlocher) – Horeth (46. Tunjic), Gürol.

SV Spielberg: Nezhari – Lüdcke, Ganz, Zimmermann, Kappler – Benz, Staub, Mößner, Pinna – Schäfer (46. Wehrle), Merkel (82. Kull).

Tore: 0:1 Schäfer (22.), 1:1 Horeth (36.), 2:1 Ziegler (44.), 2:2 Mößner (61./Foulelfmeter), 3:2 Helber (63.), 4:2 Tunjic (75./Foulelfmeter).

Gelbe Karten: Hertel, Aydar – Merkel.

Zuschauer. 200.

Schiedsrichter: Dominik Bartsch (Böttigheim).

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