Lokalsport

Lob von allen Seiten

Freitag ist Feiertag für die VfL-Fußballer: Wie vor zwei Wochen (Sieg über den FSV Bissingen) hat das Team von Michael Rentschler unter Flutlicht die Spitze der Verbandsliga zurückerobert. 2:0 (0:0) stand es nach einer kurzweiligen Partie vor 350 Zuschauern gegen die TSF Ditzingen.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Der, vor dem die Kirchheimer am meisten Respekt hatten, tauchte erst gar nicht auf: Ditzingens Toptorjäger Andreas Kocijan lag "mit 40 Grad Fieber" (TSF-Trainer Jens-Uwe Zierer) zu Hause im Bett. Es war nicht der einzige Grippekranke bei den TSF nur drei Auswechselspieler machten es sich auf der Bank bequem.

Als Vorteil entpuppte sich diese lange Krankenliste für den VfL zunächst nicht. Die ersatzgeschwächten Gäste gingen das hohe Tempo des VfL problemlos mit, eröffneten immer wieder mit langen Bällen und präzisen Pässen das Spiel. Der VfL-Strafraum blieb freilich über lange Zeit dank einer aufgeweckten Kirchheimer Defensive torchancenfreie Zone. Der VfL war das bessere Team an diesem kühlen Abend. Immer wieder gelang es den Gastgebern, das Spiel variantenreicher als die TSF aufzuziehen. Folge: Ab Mitte der ersten Hälfte resultierten daraus eine ganze Reihe guter Chancen

Auch wenn dieses fleißige Kombinieren des VfL anfangs unbelohnt blieb: die Kirchheimer haben in dieser Runde ihre Nerven im Zaum. So auch gestern. Anstatt nervös zu werden, wurde das Kirchheimer Agieren immer sicherer, geduldig warteten die VfL-Kicker auf neue Gelegenheiten. Und die kamen: Gleich die erste Topchance nach dem Wechsel brachte das längst überfällige 1:0. Neuzugang Antonio Tunjic, bis zu diesem Zeitpunkt eher unauffällig, bekam nach einer Hereingabe den Ball vor die Füße, drückte die Kugel aus acht Metern über die Linie (49.). Das fußballerische Highlight dann in der 75. Minute. Mittelfeldrenner Coskun Isci zog eine Flanke mit dem rechten Fuß aus gut 40 Metern mit Effet hinter die Ditzinger Abwehrreihe, Antonio Tunjic krönte seinen Blitzantritt mit dem 2:0.

Jubel, Trubel, Heiterkeit an der Jesinger Allee eine Gefühlswelt, die fast schon alltäglich für das Kirchheimer Publikum geworden ist. Das Eis war gebrochen, jeder weitere gewonnene Zweikampf wurde von Applaus und Anfeuerungsrufen begleitet. Die TSF trugen allerdings trotz vermeintlich hoffnungslosem Rückstand durch ihre flotte Gangart weiter zum unterhaltsamen Abend bei.

In der Pressekonferenz sparte Michael Rentschler nicht mit Lob. "Vor allem nach der Pause war es ein sehr ansehnliches Spiel meiner Mannschaft." Die Kunde vom 1:1 des Tabellendritten SpVgg Au beim FV Illertissen nahm er nicht minder erfreut hin. "Damit können wir gut leben." Der Vorsprung des VfL vor den Auern ist auf acht Punkte angewachsen. Eine gute Basis vor dem Duell am kommenden Samstag an der Iller.

VfL Kirchheim: Gühring Kutscher, Er, Grimm, Eisenhardt Alban Meha (90. Fuchs), Polat, Raspe, Isci (83. Förster) Tunjic, Feriz Meha (83. Santos-Araujo).TSF Ditzingen: Geser Günsan, Antonov, Gallo, Kuhn Hufnagel (74. Mutschler), Broß, Müller, Seker (67. Weinmann) Wolf, BayrakTore: 1:0, 2:0 Tunjic (49., 78.)Gelbe Karten: Isci Geser, Günsan, Kuhn, Hufnagel, WolfZuschauer: 350Schiedsrichter: Marc Maier (Ulm).