Lokalsport

Lohn für Aufholjagd

Die deutsche Mountainbike-Elite kann bei den Olympischen Spielen in Peking im Sommer mit der Maximalzahl von fünf Startplätzen planen. Das gelang sonst nur noch den Schweizern.

BERND KÖBLE

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KIRCHHEIM Das Nachsitzen hat sich gelohnt: Dank eines furiosen Saisonfinales 2007 mit WM-Platz fünf durch Manuel Fumic und glänzenden Ergebnissen beim Abschluss-Weltcup in Maribor (drei Deutsche unter den besten Elf) können die deutschen Mountainbiker in Peking mit fünf Athleten an den Start gehen. Während die beiden Startplätze der Frauen um Vize-Weltmeisterin Sabine Spitz schon länger feststehen, mussten die Männer gegen den hartnäckigsten Konkurrenten USA bis zuletzt um den dritten Platz bangen. Der Weltverband UCI gab jetzt grünes Licht und bescherte dem BDR, was sonst nur noch die Schweizer schafften.

Die Startplätze werden nach dem Nationen-Ranking der Jahre 2006 und 2007 berechnet. Vor allem 2006 war aus deutscher Sicht ein Seuchenjahr: Lado Fumic formschwach, Manuel Fumic nach zweimaligem Schlüsselbeinbruch monatelang außer Gefecht. Ohne die beiden Kirchheimer Aushängeschilder fehlten wichtige Weltranglistenpunkte. 2007 meldeten sich beide mit Top-Ten-Platzierungen im Weltcup zurück. "Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass wir mit der Weltspitze mithalten können", meint Bundestrainer Frank Brückner, der mit den beiden Fumic-Brüdern, Wolfram Kurschat und Moritz Milatz die vier heißesten Kandidaten im Rennen um die Olympia-Tickets benennt. Die endgültige Entscheidung wird erst nach den ersten fünf Rennen der Weltcupserie 2008 fallen, die am 20. April im belgischen Houffalize beginnt. Die heiße Phase der Olympia-Vorbereitung wird im Juli nach der EM in Sankt Wendel eröffnet. Den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legten die Mountainbiker bereits im Dezember auf Zypern. Bereits am kommenden Freitag hebt der deutsche Tross erneut ab in Richtung Trainingslager auf der Balearen-Insel Mallorca.