Lokalsport

Lokalknaller stellt die Weichen

Bezirksliga: Weilheim empfängt Jesingen

Gelingt dem TSV Weilheim der Durchmarsch in die Fußball-Landesliga und steigt der TSV Jesingen in die Kreisliga A ab? Zwei spannende Fragen, die die Bezirksliga-Freunde der Teckregion vier Spieltage vor Saisonende elektrisieren. Erste Antworten gibt‘s morgen Abend, wenn die beiden Lokalrivalen in Weilheim aufeinandertreffen.

KLAUS-DIETER LEIB

Weilheim. Spannender könnte der Titelkampf in der Fußball-Bezirksliga kaum sein. Nur aufgrund der mehr erzielten Tore (63) steht der TSV Weilheim vor dem TSV Deizisau (55) an der Tabellenspitze. Dennoch halten die Verantwortlichen, vor allem Trainer Alexander Hübbe, den Ball flach: „Mich interessiert die Tabelle nicht. Ich will nur eine gute Mannschaftsleistung sehen.“ Egal, wo der TSV Weilheim am Ende der Saison stehen wird, gebührt den Limburgstädtern ein großes Kompliment. Als Aufsteiger so die Bezirksliga durcheinanderzuwirbeln, ist schon aller Ehren wert. Doch auch in diesem Punkt reagiert Trainer Hübbe (noch) nicht überschwänglich: „Meine Mannschaft hat bisher eine ordentliche Runde gespielt.“

Eine Fortsetzung soll es morgen Abend geben, wenn der abstiegsbedrohte TSV Jesingen unter der Limburg gastiert. Dass die „Gerstenklopfer“, die momentan auf dem Relegationsplatz stehen, derart um den Klassenerhalt kämpfen, überrascht selbst den Abteilungsleiter. „Mit dieser Situation haben wir nicht gerechnet“, sagt Steffen Mauz. Dennoch ist der Jesinger Fußballboss mit der Arbeit seines Spielertrainers Marc Kaisner zufrieden: „Im Falle eines Abstiegs würden wir auf jeden Fall mit Kaisner weiterarbeiten“, betont Mauz. Die Entscheidung liegt beim Jesinger Coach, der am heutigen Mittwoch aus seinem Brasilienurlaub zurückerwartet wird. Vielleicht ist Kaisner ja der Glücksbringer für das Lokalderby in Weilheim. Dort hat die Elf von den Lehenäckern nichts zu verlieren. In der Vorrunde trennten sich die beiden Lokalrivalen übrigens 1:1. Mit diesem Ergebnis könnte beim TSV Jesingen in der momentanen Situation wohl jeder leben.

Nach 13 Spieltagen in Folge musste der TSV Deizisau am vergangenen Wochenende die Tabellenführung wieder abgeben. „Wer die letzten vier Spiele gewinnt, steigt auf. Ich glaube nicht, dass am Ende das Torverhältnis entscheidet“, orakelt Deizisaus Trainer Tonio Pepe. Was aber, wenn es am Saisonende für den TSV Deizisau „nur“ zum zweiten Tabellenplatz reicht? Pepe nimmt diesbezüglich den Druck von seinen Spielern.„Ich bin jetzt schon zufrieden mit den gezeigten Leistungen.“ Für den Tabellenzweiten gilt es bereits heute Abend ab 19 Uhr, sich gegen den FV Neuhausen keinen weiteren Ausrutscher zu erlauben. Die Gäste haben sich am vergangenen Spieltag mit einem 1:0-Erfolg über Unterboihingen den endgültigen Klassenerhalt gesichert.

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Großbettlingen ist die SGEH als Tabellenelfter bei nur drei Punkten mehr auf dem Konto als Jesingen seine Abstiegssorgen noch nicht los. „Unser größter Gegner sind wir momentan selbst“, klagt SGEH-Trainer Francisco Vaz. „Ich vermisse etwas den Glauben meiner Spieler an ihre Leistungsstärke.“ Gerade im letzten Spiel gegen Großbettlingen zeigte sich die derzeitige SGEH-Schwäche deutlich. „Wir verzweifeln vor dem Tor. Anstatt den vergebenen Torchancen nachzutrauern und zu diskutieren, sollten meine Spieler einfach den Mund abputzen und weitermachen“, so Vaz. Beim ebenfalls noch nicht geretteten TSV Neckartailfingen sollen endgültig die Weichen Richtung Klassenerhalt gestellt werden.

Der Kampf um eben diesen beginnt ab Tabellenplatz neun, den momentan der VfB Oberesslingen belegt. Seit dem letzten Spieltag steht der TSV Grafenberg als erster Absteiger fest. Bei fünf Punkten Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz dürfen sich der TSV Grötzingen und der TSuGV Großbettlingen nur noch wenig Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

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