Lokalsport

Luftreise im Schwedischen ohne Spaßfaktor

Weil die Thermiköfen Feierabend hatten, ging für Offene-Klasse-Pilot Holger Karow bei den Segelflug-Weltmeisterschaften trotz Starts wenig. Im Gesamtklassement rangiert er auf Platz 18.

LOTHAR SCHWARK

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ESKILSTUNA Am dritten Flugtag der Segelflug-WM musste Holger Karow bei einer 264,9-Kilometer-Tagesaufgabe nach 220,7 Kilometern seinen Motor zu Hilfe nehmen, um mit seinem Nimbus 4 eine Außenlandung zu verhindern. Das war für den zweifachen Weltmeister der Fliegergruppe Wolf Hirth Kirchheim ein weiterer Rückschlag: Eine vordere Platzierung in der Offenen Klasse ist vorerst in weitere Ferne gerückt.

Aufzugeben ist indes nicht die Sache von Karow. Er brennt nun darauf, in den nächsten Tagen sein wahres Potenzial auszuschöpfen. "Viele Wolken haben einfach nicht gezogen", reflektierte Karow den Flugtag, an dem er zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Michael Sommer bewusst sehr spät abgeflogen war. Die Luftreise machte nicht so richtig Spaß, denn "einer großen Wolkenabschattung wollten wir durch einen Kursschlenker in die Sonne ausweichen. Leider hatten die Thermiköfen auch hier schon Feierabend", so Karow bei seiner Tagesanalyse.

Mehr Glück hatte der Italiener Giorgio Ballarati, der mit seinem 31 Meter Spannweite messenden Supervogel ETA größere Thermikabstände überbrücken konnte. Tagesplatz zwei erflog Dick Butler (US) auf einer ASW 22BL, während der zweifache schwedische Weltmeister Göran Ax 88,6 km/h und Platz drei erkämpfte. Wie schwierig die Flugaufgabe war, belegte die Tatsache, dass nur sechs von 22 Piloten die Aufgabe schafften.

In der Gesamtwertung führt nach drei Flugtagen Dick Butler mit 2796 Punkten vor Giorgio Ballarati (2653) und Oscar Goudriaan ( ASW-22/2612 Punkte. Sechster ist Michael Sommer (2521), Platz 18 belegt Holger Karow (1952).