Lokalsport

Lust oder Frust gegen Lustenau?

Am zweiten Spieltag der Handball-Verbandsliga hat die SG Lenningen heute Abend bereits Anlass, Wiedergutmachung zu leisten. Nach der schmerzlichen Niederlage in Heiningen will die Rieke-Sieben mit verbessertem Tempospiel und Rückkehrer Christoph Wiesinger gegen den HC Lustenau die ersten Punkte verbuchen.

LENNINGEN Das Auffälligste am ersten Verbandsliga-Spieltag waren die Siege der Aufsteiger TSV Bartenbach, TSV Owen und TV Plochingen. Zudem gab es äußerst knappe Ergebnisse mit maximal zwei Toren Differenz. Die einzige Ausnahme im negativen Sinn leistete sich die SG Lenningen. Auch beim dritten Aufeinandertreffen gegen den TSV Heiningen musste die Rieke-Sieben eine deftige Niederlage hinnehmen. Der SG will es einfach nicht gelingen, gegen ihren Angstgegner ein passables Spiel abzuliefern. Doch schon wenige Minuten nach Spielende stellte sich bei den ersten Frischgeduschten die Trotzreaktion ein, mit der Ankündigung, die Scharte gegen Lustenau auswetzen zu wollen. Beim Mittwochtraining war Gesprächsbedarf vorhanden. Trainer und Mannschaft analysierten die Niederlage, ohne sich in Schuldzuweisungen zu vergaloppieren.

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Dem HC Lustenau lief es bei seinem Gastspiel gegen den TSV Bartenbach auch nicht nach Wunsch. Die Vorarlberger verloren knapp mit 22:21. Dass sie zuletzt mit leeren Händen dastanden, haben sie sich selbst zuzuschreiben, sechs Strafwurf-Nieten sprechen nicht unbedingt für ein gesundes Selbstbewusstsein. Entsprechend motiviert werden sie heute Abend in der Lenninger Sporthalle auftreten, um Wiedergutmachung für den "Betriebsunfall" zu betreiben. Lenningens Trainer Bruno Rieke setzt dagegen: "Auf alle Fälle wollen wir die Punkte in Lenningen behalten." Da ist die SG in der Pflicht: Sie will den Enttäuschten vom Heiningen-Spiel ein anderes Gesicht zeigen.

So ein bisschen deckte der Coach die Karten auf: "Aus einer sicheren Abwehr wollen wir unser Tempogegenstoß-Verhalten verbessern." Einer, der dazu in der Lage wäre, meldet sich wieder zurück: Christoph Wiesinger. Auch wenn dieser bei seinen Würfen gelegentlich zu sehr den Künstler mimt, anstatt ohne Schnörkel abzuziehen. Insgesamt muss die SG ihr Angriffsspiel variabler gestalten. Da war bislang kaum einmal ein Überraschungseffekt zu erkennen. Zu einfach war der SG-Angriff in Heiningen auszurechnen. Bedauerlich, dass Sven Lamparters Torparaden bisher nicht stimulierend auf seine Vorderleute wirken konnten.

Wie den Gästen beizukommen ist, haben die Bartenbacher zuletzt mit einer aggressiven Abwehrarbeit gezeigt. Auf die HC-Angreifer Manfred Messner, Christian Heilinger und Spielertrainer Daniel Nezezon muss die SG ein besonderes Auge werfen. (Spielbeginn: Heute, 20 Uhr, Sporthalle Lenningen).

döl

SG Lenningen:

S. Lamparter, Born; Austen, Baumann, Braunwarth, Brugger, Kazmaier, Kirschmann, J. Lamparter, Leitner, Renz, Schwohl, C. Wiesinger, J. Wiesinger.