Lokalsport

Macht SGL ihr Meisterstück?

Die SG Lenningen vor dem größten Coup ihrer Vereinsgeschichte, zumindest was den Männer-Handball im Fusionsverein betrifft: Ein Unentschieden reicht heute aus, um im Gastspiel beim TSV Wolfschlugen II die Landesliga-Meisterschaft perfekt zu machen. Noch offen ist der Kampf um Platz zwei: TSV Owen und TSV Weilheim geben ihre Visitenkarten diesmal bei "Kellerkindern" ab.

LENNINGEN/WEILHEIM/OWEN Nach 18 Saisonspielen kann die SG Lenningen ihre bisherige Erfolgsbilanz heute Abend im Gastspiel beim TSV Wolfschlugen II (19.30 Uhr, Sporthalle Wolfschlugen) mit einem Punktgewinn krönen und den Meistertitel endgültig perfekt machen. Die SG ist gewillt, gleich den ersten von vier "Matchbällen" zu verwandeln und damit auf direktem Weg in die Verbandsliga aufzusteigen. Vorher erwartet den Tabellenführer aber eine ernst zu nehmende Aufgabe: Die Wolfschlugener "Zweite" steht als Tabellen-Vorletzter auf einem Abstiegsplatz und hat nichts zu verschenken. In der Vorrundenpartie hatte Lenningen viel Mühe mit dieser Mannschaft und stellte den 28:24-Erfolg erst in letzter Minute sicher. Die SG ist also gewarnt: Das Spiel darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Immerhin stellen die Gastgeber mit 531 erzielten Toren den drittbesten (!) Angriff der Liga, sodass auf die SG-Deckung nochmals Schwerstarbeit zukommen dürfte. Die Aussicht, den Meistertitel bereits vor Ostern sicherzustellen, sollte aber Anreiz genug für die SGL sein. Bis auf Jochen Gökeler (weiter verletzt) kann Trainer Hans Hahn alle Spieler aufbieten.

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Vor dem Auswärtsspiel bei der Hbi Weilimdorf/Feuerbach am Sonntagnachmittag (17 Uhr, Hugo-Kunzi-Sporthalle Stuttgart-Feuerbach) ist für den Tabellenzweiten TSV Weilheim klar: Aus den restlichen drei Saisonspielen müssen noch zwei Siege her, um ganz sicher zu gehen, dass der Relegations-Rang auch zum Saisonende Bestand hat. Allerdings verhieß das jüngste Saisonspiel (20:26 gegen HSG Oberer Neckar) nichts Gutes, als der TSVW die schlechteste Saisonleistung zeigte und wenig Durchschlagskraft bewies. Die Stuttgarter Vorstädter haben sich durch einen überraschenden Auswärtssieg in Wernau am vergangenen Wochenende etwas Luft im Abstiegskampf verschafft, dennoch benötigen sie noch einen Sieg, um sich endgültig zu sichern. Bis auf den verletzten Jochen Traxler sind beim TSVW alle Mann an Bord (Abfahrt Fan-Bus um 14.30 Uhr).

Am ungeliebten Samstag tritt der TSV bei der HSG Oberer Neckar an (heute ab 20 Uhr, Flatow-Sporthalle Stuttgart-Wangen) der Tabellenvierte trifft auf den Dritten. Auffällig: Von den zwölf Minuspunkten, die sich die Owener im Saisonverlauf einfingen, stammen allein elf aus Samstagabendbegegnungen. Ein schlechtes Omen? Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 25:25 unentschieden, wobei die HSG über weite Strecken das Spiel dominierte. TSVO-Trainer Enrico Wackershauser muss weiter auf Manuel Dunkel verzichten, für ihn steht aber mit Frank Baisch ein gleichwertiger Ersatz parat. Im Rückraum fehlt weiter Youngster Heiko Hoyler, für den die Saison nach seiner Schulterverletzung beendet zu sein scheint. Der Trainer legte in den letzten Tagen sein Augenmerk auf die Abwehrarbeit, gab es diesbezüglich in den letzten Wochen doch erhebliche Defizite. Obwohl die Herzogstädter mit einem dezimierten Spielerkader bei der HSG antreten müssen, wollen sie unbedingt einen Sieg und somit die Minimalchance auf Platz zwei wahren.

hha/sg/jb

Die Landesliga-Aufgebote

SG Lenningen: Sven Lamparter, Tombrägel C. Wiesinger, J. Wiesinger, Renz, Kirschmann, Braunwarth, Leitner, Schwohl, Kazmaier, J. Lamparter, Segeritz.TSV Owen; Fazakas, Carrle Kirchner, Schmid, Blumauer, Klett, Baisch, C. Hoyler, Wahl, Kazmaier, Hybl TSV Weilheim: Patek, Mayer Bleher, Weiss, Bächle, Allgaier, Gomringer, Schill, Rack, Binder, Klein, Dörr.