Lokalsport

Magerleistung und Meckerlieschen

Handball: 28:30-Abfuhr für schwache Owener

In der Handball-Landesliga unterlag der TSV Owen dem TSV Dettingen/Erms nach einer desolaten Leistung mit 28:30 (14:16) und steckt nun in Abstiegsgefahr. Die schwachen Gelbhemden luden die Gäste förmlich zum Auswärtssieg ein.

Owen. Die Mannschaft von Coach Manfred Haase erwischte einen ordentlichen Start in die Partie. Schnell führten die Owener mit 4:2. Doch die nötige Sicherheit brachte dies nicht in ihr Spiel. Die Dettinger kämpften sich nun in die Partie, während Owen nun sowohl in der Defensive als auch in der Offensive oft kopflos spielte.

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So mussten die Dettinger eigentlich nur auf Owener Fehler warten, um erfolgreich zu sein. Bis zum 8:8-Zwischenstand Mitte des ersten Abschnittes wechselte die Führung hin und her. Danach waren die Gäste am Drücker und legten stets zwei bis drei Tore vor. Owen hatte jetzt völlig den Faden verloren. Just als die Teckstädter wieder besser ins Spiel fanden, erwies Linksaußen Sascha Meissner seiner Mannschaft durch eine Zeitstrafe einen Bärendienst. Zuvor noch gefeierter Torschütze nach einer feinen Überzahlaktion, meckerte er in Richtung der beiden nicht unbedingt sicheren Unparteiischen, forderte eine Zeitstrafe für seinen Gegenspieler und wurde dafür prompt mit einer Zeitstrafe belegt. Die Gäste nutzten nun den Platz auf dem Feld und zogen wieder auf drei Tore davon. Owen stand sich immer wieder selbst im Weg. Die Gäs­te hatten leichtes Spiel und nutzten die Owener Geschenke immer wieder aus.

Im zweiten Abschnitt herrschte dasselbe Bild. Owen nutzte die sich bietenden Chancen nicht konsequent aus, und öfters scheiterten Meissner und Co. frei stehend. Der Rückstand pendelte sich bei zwei bis drei Toren ein. Vor allem in der Defensive wirkten die TSVO-Handballer sehr nachlässig. Obwohl Haase vor dem Spiel vor den brandgefährlichen Dettinger Außenspielern gewarnt hatte, schienen seine Außenspieler diese Warnung nicht ernst zu nehmen. Insgesamt 17 Treffer gelangen den Ermstälern über die Außenposition.

Dass die Dettinger ihren Vorsprung nicht weiter ausbauen konnten, lag lediglich daran, dass auch sie Angriffsschwächen zeigten. So blieb das Spiel spannend. Beim Stand von 22:25 gab es den nächsten Aufreger: Sascha Meissner wurde zum dritten Mal mit einer Zeitstrafe belegt und folgerichtig von den Unparteiischen disqualifiziert. Doch diese eigentlich völlig unnötige Disqualifikation – beide Zeitstrafen zuvor gab es wegen Meckerns – schien seine Mannschaftskameraden nun aufzurütteln. Denn Owen kämpfte nun verbissen um den Anschluss, und die Gäste schienen auch nervös zu werden. Owen verkürzte auf 28:29 und hatte sogar die Ausgleichschance, doch zweimal scheiterten sie am Torhüter. Dettingens bester Spieler Dominic Gotthardt sorgte am Ende für den viel umjubelten 30:28-Siegtreffer für seine Farben.jb