Lokalsport

Mann mit Bundesliga-Vergangenheit

Just, wenn's erstmals schneit, ist die Winterpause der Tischtenniscracks vorbei: Am kommenden Wochenende beginnt in den Spielklassen die Rückrunde. Heiko Schuler (41), ehemaliger Bundesligaakteur, verstärkt ab sofort den VfL Kirchheim.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Heiko Schuler ist zurück: Der ehemalige Bundesligaspieler ist beim VfL Kirchheim in der ersten Mannschaft als Nummer sechs aufgestellt. Dagegen ziehen dunkle Wolken über dem TSV Ohmden auf. Die Abteilung hat ihre erste Mannschaft aus der Kreisklasse A vom Spielbetrieb abgemeldet.

Zehn Jahre hat Heiko Schuler nicht mehr aktiv gespielt. Jetzt hat der 41-Jährige die Lust am Schmettern und Anschneiden wiederentdeckt: Comeback beim VfL Kirchheim. Die ersten Trainingseinheiten hat Schuler schon hinter sich. In seinen besten Zeiten, vor rund 20 Jahren, jagte er für den SSV Reutlingen und den SC Jülich Bundesliga-Punkten nach, an der Achalm zusammen mit Größen wie Peter Stellwag, dem dreifachen Europameister Mikael Appelgren und Peter Engel. Für den VfL spielte Schuler zuletzt vor zehn Jahren in der Verbandsliga. Wann er erstmals in der ersten VfL-Mannschaft in der Verbandsklasse eingesetzt werden wird, ist allerdings offen am Sonntag im Gastspiel in Gerlingen indes noch nicht.

Die zweite VfL-Mannschaft drängt mit Macht in die Landesliga. Die blanken 20:0 Punkte auf dem Bezirksliga-Konto sind beste Voraussetzungen dazu. Und mit Tobias Braun stößt durch die Nominierung von Heiko Schuler in der "Ersten" nun ein neuer starker Spieler zur Mannschaft. Derzeit fehlt allerdings noch Michael Kleefeld. Bis Mitte dieser Woche war der Brasilianer noch nicht zurück aus seinem Heimaturlaub vom Zuckerhut. Im Gastspiel bei der TSG Eislingen III am Sonntag wird die VfL-Reserve aber wohl auch so die Punkte von der Fils mitbringen.

Die Meisterschaft in der Bezirksklasse ist praktisch entschieden: Der TSV Oberboihingen scheint für die Konkurrenz einfach zu stark. Der SV Nabern strebt so zumindest die Vizemeisterschaft an. Es gibt in Richtung Bezirksliga zwar keine Relegationsspiele, dennoch bekam der Bezirksklassen-Zweitplatzierte in den letzten Jahren immer mal wieder die Chance zum Aufstieg. So wird das SVN-Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TSV Berkheim gleich zu einem echten Hit.

In der Kreisliga-Gruppe zwei sind die ersten vier Mannschaften nur durch einen einzigen Punkt getrennt. Der TSV Holzmaden (13:5) hat nur einen Zähler weniger als Tabellenführer VfB Oberesslingen (14:4). Holzmaden erwartet in der heimischen Sporthalle Brühl diesmal den TV Hochdorf. Dem TSV Weilheim und dem TTV Dettingen droht derweil der Abstieg. Günther Klein (TTV) konnte in der Vorrunde nach einer Hüftoperation nicht eingesetzt werden. Im Derby gegen den VfL Kirchheim III morgen Abend feiert der 61-Jährige sein Comeback. Die Nummer eins der Dettinger selbstkritisch: "Die Beweglichkeit fehlt noch etwas." Mit 1:17 Punkten sind die Dettinger schon etwas abgeschlagen, und der Teamchef ("die wichtigen Spiele kommen für mich etwas zu früh") glaubt nicht mehr so richtig an den Klassenerhalt: "Es wird sehr schwer."

Der TSV Weilheim holte in der Vorrunde gerade mal vier Punkte. Mit dem TSV Sielmingen gastiert in der Sporthalle Wühle nun ein durchaus schlagbarer Gegner. Vielleicht der Beginn einer Aufholjagd?

In der Kreisklasse A (Gruppe vier) hat der TSV Ohmden seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen und steht formell als erster Absteiger fest. Andreas Stiffel und Uwe Mermi hatten den Verein zu Beginn der Saison in Richtung SV Nabern verlassen. So war die Mannschaft in dieser Klasse sportlich hoffnungslos überfordert.