Lokalsport

Marc Gölz wird Stützpunkttrainer

Mountainbike-Profi Marc Gölz wird Stützpunktrainer. Der Weilheimer unterstützt in Zukunft parallel zu seiner eigenen Rennkarriere den Lenninger Stephan Paul bei der Nachwuchsarbeit.

EDGAR VELOCI

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KIRCHHEIM Dass aus Marc Gölz (MGR) so plötzlich ein Trainer wurde, ist ein wenig dem Zufall zu verdanken. "Ein glücklicher Zufall", wie Landestrainer Bernd Ebler betont. Gölz war schon das eine oder andere Mal beim Training des MTB-Club Teck mit dabei. Der württembergische MTB-Fachwart Albert Bosler (Notzingen) hatte ihn daraufhin angesprochen und so war Gölz dann im Winter bei einem Kader-Lehrgang zur Unterstützung von Ebler mit dabei. "Es hat gut gepasst und ich habe das Gefühl bekommen, dass Marc für uns ein Gewinn wäre", sagt Ebler.

Die Idee, dass Gölz in seiner Heimatregion Stephan Paul unterstützen könnte, war schnell geboren. Und der Profi fand sie gut. "Ich kann die Arbeit gut in mein eigenes Training einbauen und es macht mir großen Spaß", sagt Gölz. Im Beisein von Karl Link, dem Leiter des Olympiastützpunktes Stuttgart, wurden vergangene Woche in Münsingen die Verträge unterschrieben. Gölz ist ab sofort einer von zwei Stützpunkttrainern in der Region Kirchheim/Schwäbische Alb. Bisher war Stephan Paul, gleichzeitig Coach des MTB-Clubs Teck, auf sich alleine gestellt. Er hatte zwar immer wieder Talente geformt, aber die Ansprüche sind gleichzeitig mitgewachsen.

Bis zu 20 Sportler sind dem Stützpunkt zugeordnet. "Alleine kann ich mich nicht um alle Altersstufen angemessen kümmern", erklärt Paul. Tatsächlich ist die Zahl der Kaderathleten, die aus diesem Teil des Landes kommen, leicht rückläufig. Man will frühzeitig gegensteuern und die Förderung intensivieren, die als Ergänzung zur Vereinsarbeit konzipiert ist. Paul und Gölz haben sich zusammengesetzt und auf eine Arbeitsteilung verständigt. "Wir teilen uns das auf, aber es arbeitet nicht jeder für sich", erläutert Paul.

Während er sich um den weiblichen Nachwuchs sowie um die jüngeren Junioren, die männliche Jugend und den ältesten Schüler-Jahrgang kümmert, wird Gölz einmal pro Woche den älteren Juniorenjahrgang und U23-Fahrer trainieren. Seine Profi-Karriere will er auf jeden Fall weiterverfolgen.

Die Nachwuchsarbeit der baden-württembergischen Mountainbiker ist auf zwei Stützpunkte konzentriert. Der eine besteht in Freiburg, wo der hauptamtliche Landestrainer Bernd Ebler Regie führt, der andere existiert schon einige Jahre in der Region Kirchheim/Schwäbische Alb, mit Anbindung an den Olympiastützpunkt Stuttgart. Entstanden ist die Aufteilung durch eine Konzentration von starken Fahrern wie den Fumic-Brüdern und anderen in diesem Gebiet. Das Einzugsgebiet erstreckt sich von Aalen bis an die badische Grenze nahe Pforzheim und über die Schwäbische Alb in Richtung Südwesten. Die Cross-Country-Piloten aus Baden-Württemberg sind die Nummer eins in Deutschland. 18 von 30 aktuellen Nationalkader-Bikern kommen aus dem Ländle.

In die Nationalmannschaft will Gölz wieder zurückkehren. Als Profi besitzt er auf jeden Fall von vornherein eine gewisse Zugkraft für den Nachwuchs.